Hurrikan „Maria“
Abgeschwächter Wirbelsturm trifft Puerto Rico

Hurrikan „Maria“ setzt seinen zerstörerischen Zug über die Karibikinseln fort. Der Wirbelsturm hat sich zwar abgeschwächt und zieht langsam über Puerto Rico, Wassermassen und Windgeschwindigkeiten sind dennoch gewaltig.
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RoseauHurrikan „Maria“ zieht nach seinem Auftreffen auf die US-Karibikinsel Puerto Rico mit Regen und gewaltigen Böen südwestlich an der Hauptstadt San Juan vorbei. Der Wirbelsturm bringe Windgeschwindigkeiten von 230 Stundenkilometern mit Böen noch darüber, teilte das US-Hurrikanzentrum mit. „Das ist ein nie da gewesener Sturm“, sagte Puerto Ricos Gouverneur Ricardo Rossello dem US-Sender NBC. „Außerdem ist es ein langsamer Sturm. Er wird für eine Weile in Puerto Rico sein.“ Derzeit bewegt sich das Zentrum von „Maria“ mit rund 20 Stundenkilometern Richtung Nordwesten.

Der US-Wetterdienst warnte vor Überschwemmungen, da es weiter regnen werde. Zuletzt stand das Wasser im Hafen von Yabucoa, wo das Auge des Sturms auf die Insel getroffen war, etwa 1,6 Meter über der mittleren Fluthöhe. Rosello warnte davor, dass viele Häuser auf Puerto Rico aus Holz seien. Bei dem gewaltigen Böen und erwarteten Überflutungen hätten diese Häuser „keine Chance“. Insgesamt leben rund 3,5 Millionen Menschen in dem US-Überseegebiet. „Maria“ soll dem Hurrikanzentrum zufolge bis Mittwochnachmittag (Ortszeit) über Puerto Rico hinweggezogen sein und Kurs auf die Küste der Dominikanischen Republik nehmen.

Die Karibikinsel bereitete sich somit auf einen der schwersten Wirbelstürme ihrer Geschichte vor. Zu befürchten sind stundenlange Orkanböen, Sturmfluten und sintflutartiger Regen. Gouverneur Ricardo Rosselló rief die Bewohner dazu auf, sich schnellstmöglich in Sicherheit zu bringen. „Es bleibt noch Zeit, aber die Leute sollten sich beeilen“, sagte er dem Sender CNN am späten Dienstagabend (Ortszeit). „Maria“ werde der schlimmste Hurrikan sein, der die Insel in ihrer jüngsten Geschichte getroffen habe.

Der Sturm nahm in der Nacht mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 260 Kilometern pro Stunde direkt Kurs auf das US-Außengebiet und sollte am Mittwochmorgen (Ortszeit) auf Land treffen. US-Präsident Donald Trump erklärte den Notstand, damit möglichst schnell finanzielle und personelle Hilfen aus den USA eintreffen können.

Die Regierung Puerto Ricos richtete 500 Notunterkünfte auf der ganzen Insel ein. Rosselló teilte am frühen Mittwochmorgen auf Twitter mit, dass bislang 10.059 Menschen und 189 Haustiere in den bereitgestellten Unterkünften gezählt worden seien. Der Flughafen der Hauptstadt San Juan sollte geschlossen werden.

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