Hurrikane und Taifune
Hintergrund zu tropischen Wirbelstürmen

Je nach Region tragen tropische Wirbelstürme unterschiedliche Namen: Im asiatischen Raum wird ein solcher Sturm Taifun, an den Küsten Mexikos und Mittelamerikas Hurrikan genannt - nach dem indianischen Wort huracan (Gott des Windes).

HB HAMBURG. Hurrikans entstehen über dem Meer, wenn das Oberflächenwasser mindestens 26 Grad warm ist und stark verdunstet. Die Wasserfläche muss groß genug sein. Dazu dürfen Windrichtung und -geschwindigkeit in der oberen Atmosphäre und am Boden nicht zu sehr voneinander abweichen. Zudem muss die so genannte „Corioliskraft“ vorhanden sein, die durch die Erddrehung entsteht. Beim Hurrikan bewirkt sie, dass die Luft sich um das Zentrum dreht. Ausgelöst wird der Wirbelsturm beispielsweise durch ein Tief oder eine Wellenstörung. Über Land verliert der Hurrikan schnell an Kraft, da der Nachschub feuchtwarmer Luftmassen fehlt.

Hurrikans werden je nach Windstärke auf einer Skala zwischen 1 (119 bis 153 Stundenkilometer) und fünf (schneller als 249 Stundenkilometer) eingereiht. Bei Stärke zwei können beispielsweise Dachziegel, Türen und Fenster beschädigt werden.

Die Hurrikan-Saison dauert im amerikanischen Pazifik von 15. Mai bis 30. November, im Atlantik von 1. Juni bis 30. November. Die Karibik wird pro Jahr von zehn bis 20 Tropenstürmen oder Hurrikans heimgesucht. Die Wirbelstürme eines Jahres werden mit englischen Vornamen in alphabetischer Reihenfolge benannt.

Ein Hurrikan kann einen Durchmesser von einigen hundert Kilometern haben. Typisches Kennzeichen ist das so genannte Auge, eine windstille und wolkenarme Zone von ungefähr 20 Kilometern Durchmesser im Wirbelzentrum. Die Luftmassen rotieren entgegen dem Uhrzeigersinn um das Auge des Sturms.

Der Weg eines Hurrikans kann relativ gut vorausberechnet werden. Gefahr für die Menschen entsteht nicht nur durch den Sturm, sondern vor allem durch die Flutwelle und durch Regenfälle. Sie können Überschwemmungen bis weit in das Binnenland auslösen.

Die Menschen auf dem amerikanischen Kontinent werden regelmäßig von Wirbelstürmen heimgesucht. Besonders betroffen sind die Karibik und der Süden der USA.

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