Hurrikansaison 2005
Auf "Alpha" folgt "Beta"

Zentralamerikas Ostküste bereitet sich auf die Ankunft eines neuen tropischen Sturms vor: „Beta“ nimmt derzeit Kurs auf Nicaragua, Honduras, Panama und Costa Rica. Medienberichten zufolge wurden auf der kolumbianischen Insel San Andres Touristen und Einheimische aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen.

HB MANAGUA. Wie der britische Nachrichtensender BBC berichtete, wurden auf der rund 70 Kilometer vor Nicaraguas Küste gelegenen Insel Notquartiere errichtet. Das Nationale Hurrikan-Zentrum der USA in Miami (NHC) rechnete damit, dass „Beta“ San Andres im Laufe des Freitags überqueren wird, um dann als ein Hurrikan der Kategorie 2 am Wochenende Nicaragua zu erreichen.

„Beta“ ist der 23. Tropensturm innerhalb der laufenden atlantischen Hurrikansaison, die offiziell am 30. November endet. Am Donnerstagabend befand sich „Beta“ rund 35 Kilometer südöstlich von San Andres und erreichte im Zentrum Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometern pro Stunde, wie das NHC mitteilte.

Der Sturm werde sich voraussichtlich in Richtung Nord-Nordost weiterbewegen und gewinnt über dem warmen Meereswasser der südwestlichen Karibik rasch an Stärke. Er wirbelt laut NHC mit einer Geschwindigkeit von rund 6 Kilometer pro Stunde langsam voran. Von Panama bis Honduras müsse mit heftigen Niederschlägen gerechnet werden. Die Regierung von Nicaragua rief für die Küstenregion den Alarmzustand aus. Die Experten rechnen in den betroffenen Ländern und bergigen Gegenden mit Überschwemmungen und Erdrutschen.

Vor wenigen Tagen hatte sich in der Karibik „Alpha“ gebildet. Dieser Tropensturm tötete mit seinen sintflutartigen Regenfällen in Haiti und der Dominikanischen Republik 26 Menschen.

Nach Angaben des NHC gab es noch nie seit Beginn der Messungen so viele Wirbelstürme innerhalb einer Saison. Da nach Hurrikan „Wilma“ als der Nummer 21 dieses Jahres die Namensliste verbraucht war, wird nun das griechische Alphabet zur Benennung der Wirbelstürme herangezogen.

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