ICE-Unfall in Dortmund
Gleisreparatur führt zu Einschränkungen

Der ICE-Unfall in Dortmund schränkte den Bahnverkehr ein. 222 Meter Gleis müssen erneuert werden, die Gleisanlagen sind erheblich beschädigt. Die Reparatur wird mindestens zwei Wochen dauern – Einschränkungen inklusive.
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DortmundNach dem ICE-Unfall am Dortmunder Hauptbahnhof werden die Reparaturarbeiten an den Gleisanlagen mindestens zwei Wochen dauern. Nach Angaben der Deutschen Bahn sind die sechs defekten Weichen maßgeschneiderte Einzelstücke, die aufwendig nachgebaut werden müssen. So müssten auch die Weichenschwellen aus Beton einzeln angefertigt werden. „Allein für die Herstellung und vorgeschriebene Aushärtungszeit des Betons wird eine Woche veranschlagt“, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Dortmund mit.

Neben den sechs irreparabel beschädigten Weichen können zwei weitere wieder instand gesetzt werden. Darunter ist auch Weiche Nr. 36, an der der Unfall geschah. Um die Beschaffung kümmert sich das Weichenwerk Witten.

Experten der Bahn zeigten am Donnerstag Fotos, die das Ausmaß der Schäden verdeutlichten. Zu sehen waren etwa zerbrochene Schwellen, abgebrochene Weichenenden, verbogene Schienen und Eisenteile mit dicken Einkerbungen. Insgesamt müssen 222 Meter Gleis erneuert werden.

Die Schadenshöhe bei den Gleisanlagen bezifferte die Bahn auf einen Betrag im unteren siebenstelligen Bereich. Zur Schadenshöhe an dem schwer beschädigten ICE äußerte sie sich in dem Zusammenhang nicht.

Über die Ursache des ICE-Unfalls mit zwei entgleisten Wagen machte die Bahn keine Angaben und verwies auf die Untersuchungsbehörden. Der ICE war Montagabend auf dem Weg von Düsseldorf nach Berlin kurz vor dem Bahnsteig in Dortmund entgleist. Zwei Menschen wurden leicht verletzt. Der Dortmunder Hauptbahnhof gehört zu den verkehrsreichsten Knotenbahnhöfen Deutschlands.

Im Zugverkehr gibt es weiterhin Einschränkungen. Zwölf Fernzüge auf den Linien Hamburg-Stuttgart und Köln-Leipzig halten derzeit gar nicht in Dortmund.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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