Identifizierung der Leichen wurde bereits in die Wege geleitet
Insassen des abgestürzten Alphajets geborgen

Die beiden Insassen des am Mittwoch in Brannenburg (Süd-Bayern) abgestürzten privaten Alpha-Jets sind am Donnerstagabend tot geborgen worden.

HB BRANNENBURG/MÜNCHEN. Suchmannschaften hätten die beiden Absturzopfer am späten Donnerstagabend gefunden, teilte die Polizei Rosenheim mit. Die Identifizierung der Leichen sei bereits in die Wege geleitet worden. Am Freitag soll die Bergung des Flugzeugwracks fortgesetzt werden. Der Jet war am Mittwochnachmittag aus noch ungeklärter Ursache kurz vor dem Ortseingang von Brannenburg am Alpenrand abgestürzt.

Die Maschine gehörte dem österreichischen Getränkekonzern Red Bull. An Bord seien ein Mitarbeiter des Schweizer Luftfahrtkonzerns Ruag gewesen sowie ein Mitarbeiter des deutschen Luftfahrt-Bundesamts, sagte eine Firmensprecherin. Es habe sich um einen so genannten Einweisungsflug gehandelt, zu dem das Unternehmen in regelmäßigen Abständen verpflichtet sei.

Der von militärischer auf zivile Nutzung umgerüstete Jet verfügte nach Angaben der Polizei über keine Schleudersitze. Die Maschine, die von einer zivilen Luftfahrt-Firma in Oberpfaffenhofen bei München umgerüstet worden sei, sollte am Mittwoch abgenommen werden. Die Ursache für den Absturz während des Abnahmeflugs sei noch unklar. Der Jet war nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern in München gegen 16.15 Uhr in Oberpfaffenhofen gestartet. Laut Polizei Rosenheim war er 500 Stundenkilometer schnell geflogen und wurde zuletzt vom Observatorium auf dem Wendelstein in 1900 Metern Höhe gesehen.

Der Aufprall des Alphajets riss ein etwa zehn Meter großes Loch in den Boden. Trümmer des Wracks lagen weit verstreut in der Umgebung. Nach der Schilderung eines Polizeisprechers stürzte der Jet senkrecht aus der Luft in das Feld. „Das Wrack steckt bis zum Rumpf im Erdreich“, sagte der Beamte. Eine Bergung sei vermutlich erst am Donnerstag möglich.

Der Alpha-Jet wurde Ende der 70er Jahre für die deutsche und die französische Luftwaffe entwickelt und bis in die 80er Jahre ausgeliefert. Die Maschine wurde überwiegend als Übungsflugzeug oder leichter Jagdbomber eingesetzt. Bei der deutschen Luftwaffe ist der Alpha-Jet bereits seit längerem nicht mehr im Dienst, Frankreich und einige andere Länder fliegen die Maschine hingegen noch - vorwiegend zu Trainingszwecken.

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