Illegale Millionengeschäfte in Metropolen
Kriminalität in Frankfurt am größten

In deutschen Großstädten machen findige Ganoven oder Dealer illegale Millionengeschäfte. Teilweise bietet sich ein erschreckendes Bild: Jugendliche misshandeln Mitschüler, Trickbetrüger überrumpeln Rentner, Süchtige rauchen Crack oder fixen vor den Augen von Passanten.

HB HAMBURG. Betrügereien mit Kreditkarten oder Datenfälschungen, Rauschgiftdelikte und Gewaltverbrechen haben in einigen der zehn größten deutschen Städte 2004 teils erheblich zugenommen. Allerdings gibt es in vielen Metropolen auch positive Entwicklungen bei der Bekämpfung skrupelloser Gauner.

Frankfurt ist mit mehr als 18 100 erfassten Delikten pro 100 000 Einwohner wie bereits im vergangenen Jahr die Großstadt mit der höchsten Kriminalitätsbelastung. Es folgen Berlin (15 928), Bremen (15 781), Hamburg (15 067), Düsseldorf (14 484), Köln (14 307), Dortmund (12 105) und Essen (9 783). Dies ergab eine Umfrage der dpa in den zehn größten Städten Deutschlands. Von der Belastung pro 100 000 Einwohner ausgehend statistisch „sicherste“ Stadt ist München mit 9 090 Fällen. 2003 lag in Punkto Sicherheit mit 8 535 Taten Stuttgart auf dem vordersten Platz. In der Landeshauptstadt Baden- Württembergs gibt es 2004 jedoch noch keine Gesamtbilanz, im ersten dreiviertel Jahr stieg die Zahl der registrierten Fälle jedoch von 38 000 auf 43 000.

Insgesamt wurden 2004 bundesweit Zeitungsberichten zufolge rund 6,6 Mill. (2003: 6,57 Millionen) Straftaten registriert. „Wir kommen seit Jahren von den Besorgnis erregenden Zahlen bei den Verbrechen nicht herunter“, sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Konrad Freiberg, der „Welt“ (Mittwochausgabe). Die genaue Bilanz will Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) in den kommenden Wochen in der Kriminalitätsstatistik vorstellen.

Den erneut negativen Trend in Frankfurt (2003: 17 159) erklären die Fahnder ausschließlich mit stärkeren Kontrollen gegen Schwarzfahrer (plus 103,8 %) und in der Drogenszene (plus 64,9). Bei der Bankenmetropole kommt anders als in anderen Großstädten eine überdurchschnittlich hohe Zahl von Pendlern aus dem Rhein-Main-Gebiet hinzu, die teils Delikte begehen, jedoch nicht zu den Einwohnern der Metropole gerechnet werden.

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