Im Meer gelandet
Alle Passagiere überleben Bruchlandung auf Bali

Bruchlandung im Paradies. Auf der Urlaubsinsel Bali ist ein Flugzeug mit rund 100 Passagieren ins Meer gestürzt. Die Maschine des Billigfliegers Lion Air war über die Landebahn hinausgeschossen.
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Jakarta Die 108 Insassen einer Boeing 737 der indonesischen Billig-Fluggesellschaft Lion Air sind am Samstag nur knapp einer Katastrophe entkommen. Unmittelbar vor der Landung auf der Ferieninsel Bali stürzte die Maschine aus noch unbekannter Ursache ins Meer und brach auseinander. Alle 101 Fluggäste und sieben Besatzungsmitglieder konnten sich aus dem Flugzeug retten, das direkt vor der Landebahn in flachem Gewässer aufsetzte. 40 Menschen erlitten Verletzungen, darunter Knochenbrüche und Kopfwunden. Nach Angaben von Krankenhausmitarbeitern mussten aber nur vier Personen zur Behandlung im Hospital bleiben.

Die erst im März ausgelieferte Boeing 737-800 war auf dem Flug von Bandung auf Jawa Barat nach Bali. Anfang und Ende der Landbahn des dortigen Flughafens grenzen ans Meer. Es habe keine Anzeichen für Unregelmäßigkeiten gegeben, berichtete die Passagierin Tantri Widiastuti dem lokalen Sender Metro TV. "Aber plötzlich stürzte es (das Flugeug) ins Wasser", sagte die 60-Jährige, die kleinere Schnittwunden erlitt. Alle Insassen hätten das Flugzeug schnell verlassen können.

Lokale Fernsehstationen zeigten Bilder von der Maschine, deren Rumpf hinter den Flügeln auseinandergebrochen war. Auch auf Twitter Auf Twitter haben bereits mehrere Nutzer Fotos hochladen. Auf den Bildern sind auch Passagiere mit gelben Schwimmwesten im Wasser zu sehen.

Lion Air ist der größte Billigflieger Indonesiens. Die Airline unterhält eine Flotte mit Maschinen von Boeing und Airbus. Erst im März hatte die Fluglinie bei Airbus 234 Maschinen im Wert von 24 Milliarden Dollar bestellt. Vor zwei Jahren hatte Lion Air mit Boeing einen Vertrag über 230 Flugzeuge abgeschlossen.

Nach Angaben von Aviation Safety Network sind seit 2002 sechs Lion-Air-Unfälle verzeichnet, davon vier mit Boeing-737-Maschinen. Bei nur einem dieser Unfälle sind Menschen ums Leben gekommen. Indonesien bemüht sich nach einer Reihe Abstürzen seit Jahren um die Verbesserung der Flugsicherheit. 2007 wurden mehreren indonesischen Fluggesellschaften, darunter auch Lion Air, wegen zu laxer Sicherheitsstandards untersagt, den Luftraum in der EU zu nutzen. Seit 2009 wurde dieses Verbot nach und nach aufgehoben.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
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Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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