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Immobilien-Tycoon verwahrlost aufgefunden: Rätselraten um irischen Multimillionär

Er lebte ein Leben in Saus und Braus, bevor er für acht Monate verschwand. Als Passanten den irischen Immobilien-Tycoon fanden, war er halbnackt - mit langem Bart und Fingernägeln. Was geschah, ist völlig unklar.

Dublin: Verwahrlost, halbnackt und verwirrt hatten Passanten ein mutmaßlich entführten Immobilien-Millionär aufgefunden. Er galt monatelang als vermisst. Quelle: Reuters
Dublin: Verwahrlost, halbnackt und verwirrt hatten Passanten ein mutmaßlich entführten Immobilien-Millionär aufgefunden. Er galt monatelang als vermisst. Quelle: Reuters

London/DublinIrland rätselt über das Schicksal des Multimillionärs Kevin McGeever. Der 68 Jahre alte Immobilien-Tycoon war in der vergangenen Woche völlig verwahrlost auf einer Landstraße im Westen Irlands von Passanten aufgegriffen und zur Polizei gebracht worden, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Gemutmaßt wird über eine Entführung. Nach einem Bericht des „Irish Independent“ stand auf seiner Stirn mit Tinte das Wort „thief“ („Dieb“) geschrieben. Er selbst gab bei der Polizei an, er sei entführt worden.

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Der Mann galt acht Monate lang als vermisst. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht und an den Symptomen von Unterernährung und Flüssigkeitsverlust behandelt. Der Mann sei noch immer verwirrt, hieß es am Sonntag. Der Tycoon hatte mit Immobilien - unter anderem in Dubai - Millionen gemacht. Nach irischen Medienberichten unter Berufung auf Nachbarn lebte er ein Leben im Luxus. Er soll teure Sportwagen gefahren haben und zu Geschäftsterminen mit dem Hubschrauber geflogen sein.

Sein Anwesen, das irische Zeitungen im Bild zeigten, gleicht einem Schloss. Ende Mai verschwand der Mann spurlos. Erst knapp einen Monat später soll seine Partnerin Vermissten-Anzeige erstattet haben - mit der Bitte, keine öffentliche Fahndung auszulösen.

Nach Augenzeugenberichten hatte der 68-Jährige kaum etwas an, als er am späten Dienstagabend auf einer Straße bei Dunkelheit aufgegriffen wurde. Er sei barfuß gewesen, Haare und Bart lang gewachsen, an den Fingern lange Nägel. In der Hand soll er ein nagelneues Mobiltelefon ohne jede Gesprächshistorie gehabt haben. Laut Zeitungsberichten soll der Mann angegeben haben, er sei von russischen Mafiosi entführt und misshandelt worden. Diese Darstellung bestätigten aber Polizeiquellen nicht. Demnach hat er keine Angaben zu seinen möglichen Entführern gemacht. Die Hintergründe seien derzeit völlig unklar, hieß es von der Polizei.

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