In 150 Meter Tiefe
17 Tote bei Explosion in türkischem Bergwerk

Bei einer Methangas-Explosion in einem türkischen Kohlebergwerk sind 17 Menschen gestorben. Das teilte der türkische Energieminister Hilmi Güler am Freitag mit. 40 Bergleute überlebten das Unglück und konnten aus 150 Meter Tiefe gerettet werden.

HB ANKARA. Von den geretteten Bergleuten wurden fünf verletzt. Das Unglück ereignete sich am Donnerstagabend in dem Dorf Odaköy in der westtürkischen Provinz Balikesir, 475 Kilometer südlich von Istanbul.

Der Besitzer der Zeche, Erhan Ortaköylü, sagte nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu, die Kumpel seien nach der Explosion in 150 Meter Tiefe eingeschlossen gewesen. Mit Blick auf die häufigen Grubenunglücke in der Türkei wies Güler Vorwürfe zurück, die Regierung kontrolliere nicht strikt genug.

Es handele sich um einen Unfall, wie er unglücklicherweise im Bergbau passieren könne. Die Konzentration des Methangases sei noch wenige Minuten vor der Explosion gemessen worden und dann offenbar plötzlich angestiegen. Die genaue Unglücksursache werde untersucht. Alle 17 Leichen wurden geborgen, wie der türkische Sender NTV berichtete. Einige Bergleute, die bei den Rettungsarbeiten halfen, wurden mit leichten Gasvergiftungen in Krankenhäusern behandelt. „Unsere Trauer ist natürlich groß, doch wir freuen uns auch mit den Überlebenden“, sagte der Energieminister.

Vor einem Jahr starben in einem Kohlebergwerk am Schwarzen Meer sechs Bergleute an einer Methangasvergiftung. Im April 2005 wurden bei einer Methangasexplosion in der Westtürkei 18 Kumpel getötet. Das schwerste Grubenunglück in der Geschichte des Landes ereignete sich 1992: Damals starben bei einer Gasexplosion bei Zonguldak 270 Arbeiter.

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