In Deutschland kaum Tollwut-Fälle
Tollwutfälle nach Organtransplantationen

Mehrere Empfänger von Spenderorganen sind nach Transplantationen vermutlich mit Tollwut infiziert worden. Die tödliche Krankheit war bei der infizierten Spenderin vorher nicht entdeckt worden.

HB HEIDELBERG. Der Zustand der Patienten in Hannover, Marburg und Hannoversch-Münden sei äußerst kritisch, erklärte die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) am Mittwoch in Heidelberg. Drei weiteren Patienten in Mainz und Heidelberg, die Organe der Spenderin empfangen hätten, gehe es dagegen gut. Sie würden entsprechend behandelt, um eine Erkrankung zu verhindern. Es sei das erste Mal, dass die sehr seltene Krankheit in Deutschland über eine Transplantation übertrage wurde. Medizinisch sei es nicht möglich, die Infektion eines Organspenders in dem kurzen Zeitraum zu prüfen, der nach Eintritt des Hirntodes für eine Transplantation nur zur Verfügung stehe.

Im konkreten Fall hatte sich die Spenderin nach Angaben der Ärzte vermutlich während eines Urlaubes in Indien mit dem Virus infiziert. Symptome seien nicht erkennbar gewesen. Die Spenderin sei im Dezember 2004 ins Krankenhaus gebracht worden und habe dort einen Herzstillstand erlitten. Nach Ausbruch der Symptome gilt Tollwut als nicht mehr heilbar.

„So etwas hat es in Deutschland noch nicht gegeben. Allerdings ist uns ein vergleichbarer Fall aus den USA vom letzten Sommer bekannt“, erklärte DSO-Vorstand Professor Günter Kirste. Spezialisierte Institute in Essen und Hamburg untersuchten derzeit, ob die Spenderin tatsächlich mit Tollwut infiziert gewesen sei.

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