In Hessen
Mensch überträgt Ehec-Erreger auf Lebensmittel

In Hessen haben sich 20 Partygäste nach dem Verzehr des Festessens mit dem Ehec-Erreger infiziert. Offenbar ist eine erkrankte Mitarbeiterin des Partyservice für die kontaminierten Speisen verantwortlich.
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BerlinDie Infektionen mit dem gefährlichen Ehec-Erreger nach einer Feier in Niedersachsen sind nach Angaben der Behörden auf Lebensmittel zurückzuführen, die von Menschen kontaminiert wurden. Die Mitarbeiterin eines hessischen Partyservices sei zum Zeitpunkt, als sie die Speisen für die Feier zubereitete, mit dem aggressiven Keim O104 infiziert gewesen, habe aber noch keine Symptome gezeigt, teilten das Hessische Sozialministerium und das Ministerium für Verbraucherschutz und Landwirtschaft am Freitag in Wiesbaden mit. Sie beriefen sich dabei auf gemeinsame Laborbefunde.

Der Erreger wurde demnach offenbar bei der Zubereitung des Festessen auf verschiedene Lebensmittel übertragen, wo er auch habe nachgewiesen werden können. Die Mitarbeiterin erkrankte schließlich an der lebensbedrohlichen Ehec-Komplikation, dem Hämolytisch-Urämischen Syndrom (HUS). 20 der 65 Gäste steckten sich an. Bei drei von ihnen entwickelte sich HUS. Die Behörden nahmen dem Befund zum Anlass, um erneut die Einhaltung von Hygieneregeln anzumahnen.

Die Zahl der Neuerkrankungen nimmt nach Angaben des Robert Koch-Instituts bundesweit unterdessen weiter ab. Ingesamt sind dem RKI nach eigenen Angaben bislang 3408 Ehec-Erkrankungen übermittelt worden, darunter 798 HUS-Fälle. 38 Menschen starben bislang an der Infektion. Als Ansteckungsquelle gelten Sprossen eines Betriebs in Niedersachsen. Die Behörden warnen weiter vor dem Verzehr von Sprossen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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