In Icons: Kein Plastik-Jobs für Apple-Fans

In Icons
Kein Plastik-Jobs für Apple-Fans

Die täuschend echt wirkende Puppe von Apple-Mitbegründer und Idol Steve Jobs geht nicht in den Verkauf. Das teilte Hersteller In Icons nun mit. Grund sei ein „immenser Druck“ von Seiten des Konzerns und Jobs' Familie.
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San Jose/DüsseldorfAuf Druck von Angehörigen und Anwälten des Apple-Konzerns wird das Unternehmen In Icons nun doch keine lebensechte Puppe des im Oktober verstorbenen Apple-Mitbegründers Steve Jobs verkaufen. Die Firma hatte geplant, eine rund 30 Zentimeter große Figur mit schwarzem Rollkragenpullover, Jeans und Brille auf den Markt zu bringen.

Ab Februar hätte die Puppe ausgeliefert werden sollen - sie war bereits fast ausverkauft, wie das Unternehmen angab. Käufer, die bereits online eine Puppe bestellt hatten, werden ebenfalls leer ausgehen. Die 100 Dollar die sie bereits gezahlt hatten, bekämen sie vollständig erstattet, so hieß es bei In Icons. Auch Ebay-Angebote, wie sie nach der Ankündigung noch bestanden, sind hoffnungslos. Einige Käufer hatten die Puppe für oben erwähnten Preis bei In Icons bestellt und boten sie bei dem Online-Auktionshaus für 2.500 Dollar zum Verkauf an.

Auf seiner Webseite veröffentlichte das Unternehmen am Sonntag eine ausführliche Stellungnahme, die unterzeichnet wurde mit „In Icons“, möglicherweise von Firmenchef Tandy Cheung. Darin schrieb man, dass sowohl von Apple-Anwälten als auch der Familie von Steve Jobs „immenser Druck“ ausgeübt worden sei, das Vorhaben fallen zu lassen. Offenbar gab es eine Unterlassungserklärung von Apple, in der der Konzern angab, die rechte am Erscheinungsbild seines Mitgründers zu haben. Eine Puppe wie In Icons sie plante, wäre damit als „kriminell“ einzuordnen gewesen.

Auch wenn man bei In Icons glaubt, legale Grenzen nicht überschritten zu haben, würden Angebot, Produktion und Verkauf der Puppe aus Rücksicht auf die Gefühle von Jobs' Familie unterlassen, hieß es weiter in der Stellungnahme. Das Unternehmen entschuldigte sich sodann bei allen enttäuschten Fans, die wohl keine 30-Zentimeter-Version ihres großen Idols erhalten werden.

In Icons legt offenbar auch Wert darauf festzuhalten, dass die Idee zu der Puppe von Steve Jobs nicht kommerziellen Ursprungs war, sondern ein Ausdruck großer Bewunderung. In den letzten 25 Jahren sei man ein großer Fan des Apple Mitbegründers gewesen und sei seinen Errungenschaften immer gefolgt. Sein Tod hinterlasse ein Gefühl der Leere und Trauer.

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