In Paris beigesetzt
Hunderte trauern um Schauspielerin Trintignant

Hunderte Fans und zahlreiche Filmschaffende haben am Mittwoch in Paris Abschied von der verstorbenen französischen Schauspielerin Marie Trintignant genommen. Sie war vor zehn Tagen in der litauischen Hauptstadt Vilnius durch Schläge ins Gesicht schwer verletzt worden und am Freitag gestorben.

Reuters PARIS. Die Tochter des renommierten französischen Schauspielers Jean-Louis Trintignant wurde auf dem Pariser Friedhof Pere Lachaise beerdigt, auf dem auch der irische Schriftsteller Oscar Wilde und der amerikanische Rockstar Jim Morrison begraben sind.

An der Trauerfeier im Theater Edouard VII. nahmen unter anderem die britische Schauspielerin Jane Birkin, der ehemalige französische Ministerpräsident Lionel Jospin und die französische Filmlegende Catherine Deneuve teil, die mit Trintignant befreundet war. „Wir sollten nicht weinen, aber es tut weh“, sagte der Chansonsänger Jacques Higelin. „Marie verdient es, noch am Leben zu sein, deshalb sind wir wütend.“

Die Schauspielerin hatte am 27. Juli bei einem Zwischenfall in ihrem Hotelzimmer in Vilnius schwere Kopfverletzungen davongetragen. Eine Autopsie ergab, dass sie mehrfach ins Gesicht geschlagen wurde. Die französische Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Freund der Schauspielerin, Bertrand Cantat, wegen vorsätzlicher Körperverletzung mit unbeabsichtigter Todesfolge. Der Sänger der Gruppe Noir Desir sitzt derzeit in Litauen in Untersuchungshaft. Seinem Anwalt zufolge nannte Cantat den Vorfall „einen unglücklichen Unfall“. Der Fall hat in ganz Frankreich für große Bestürzung gesorgt.

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