Indien
Mindestens 123 Tote bei Massenpanik in Tempel

Bei einer Massenpanik in einem Hindu-Tempel im Norden Indiens sind mindestens 123 Menschen getötet worden. Unter den Opfern sind viele Frauen und Kinder.

HB CHANDIGARH. Ursache des Unglücks war nach Angaben der Polizei der Einsturz von Geländern. Dadurch seien Menschen in die Tiefe gestürzt oder im nachfolgenden Gedränge zu Tode getrampelt worden. Das Unglück ereignete sich während der jährlichen Wallfahrt zu Ehren einer Hindu-Göttin im Bundesstaat Himachal Pradesh.

"Bis jetzt haben wir 123 Tote. Darunter sind mehr als 40 Kinder", berichtete der Polizeiführer Daljit Singh Manhas der Nachrichtenagentur Reuters. Auch mindestens 45 Frauen seien ums Leben gekommen. Die Verletzten würden in zwei Krankenhäusern behandelt. "Die Zahl der Toten kann sich weiter erhöhen", warnte Manhas. Die Polizei warte auf weitere Informationen aus den Hospitälern.

Etwa 3000 Pilger drängten auf das Tempelgelände, als Teile der eisernen Brüstung einstürzten. "Es waren viele Menschen im Tempel. Sie versuchten sich Platz zu verschaffen, dann stürzten alle übereinander", schilderte eine Gläubige im indischen Fernsehen das Geschehen. Kinder stürzten nach Berichten von Polizisten als Erste in die Tiefe und wurden von der fliehenden Menge totgetrampelt.

Paniken während alljährlicher Wallfahrten sind in Indien keine Seltenheit. So wurden vor drei Jahren im Bundesstaat Maharashtra etwa 265 Pilger zu Tode getrampelt.

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