Indien
Premier versteigert Skandal-Anzug für Rekordpreis

Er wollte wohl den US-Präsidenten beeindrucken, erntete aber vor allem Spott von aus den eigenen Reihen. Nun hat Indiens Premier seinen sündhaft teuren Anzug versteigert – und es immerhin ins Guinness-Buch geschafft.

AhmedabadIndiens Premierminister Narendra Modi hat es mit dem Anzug, in den in feinen goldenen Buchstaben fortlaufend sein Name eingewebt ist, ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft. Der Zweiteiler, der 2015 für viel Spott gesorgt hatte, wurde als der teuerste jemals versteigerte Anzug in die Rekordliste aufgenommen, wie das Unternehmen jetzt auf seiner Website mitteilte.

Der hochgeschlossene dunkle Anzug, auf dem immer aufs Neue „Narendra Damodardas Modi“ zu lesen ist, war am 20. Februar 2015 von dem indischen Diamantenmogul Laljibhai Patel für mehr als 640.000 Dollar (knapp 567.000 Euro) ersteigert worden. Die Auktion fand in der Stadt Surat in Modis Heimatstaat Gujarat statt.

Laut dem Guinness-Buch ging der Erlös an ein Projekt zur Reinigung des stark verschmutzten Ganges. Der Hindu-Nationalist Modi setzt sich seit langem für die Säuberung des den Hindus heiligen Stroms ein, der quer durch Nordindien fließt.

Modi hatte den Anzug bei dem Besuch von US-Präsident Barack Obama in Neu Delhi im Januar 2015 getragen und damit für Spott und Häme gesorgt. Im Kurzmitteilungsdienst Twitter verbreiteten sich Nahaufnahmen des Anzugs unter dem Hashtag #ModiSuit. „Vielleicht fürchtete er, dass jemand seine Kleidung klaut?“, mutmaßte Suprateek Chatterjee, der von einem „mit Eitelkeit gestreiften Anzug“ sprach.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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