Indien
Zugunglück kostet mindestens 67 Menschen das Leben

Ein schweres Zugunglück im Norden Indiens hat 67 Menschen das Leben gekostet. Warum sich 13 Waggons übereinanderschoben, ist unklar. Nach Medienberichten könnte der Lokführer wegen Kühen auf den Gleisen notgebremst haben.
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Neu DelhiNach dem schweren Zugunglück im Norden Indiens ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 67 gestiegen. Wie die Polizei am Montag mitteilte, wurden in der Nacht weitere Leichen aus den zerstörten Waggons des Personenzuges geborgen.

Immer noch dürften viele weitere Menschen unter den Trümmern des Expresszuges begraben sein, sagte Oberst Amarjit Dhillon, der die Bergungsarbeiten leitet, am Montag. Soldaten versuchten mit der Hilfe von Schneidbrennern zu ihnen vorzudringen, es wurden weitere Opfer befürchtet. Im Lauf der Nacht sei es aber gelungen, viele der mehr als hundert Verletzten zu retten.

Der nach seiner früheren Funktion als Postzug sogenannte Kalka-Mail-Express war am Sonntagnachmittag mit rund 1000 Passagieren nahe der Stadt Fatehpur 120 Kilometer südöstlich von Lucknow, der Hauptstadt des Unionsstaates Uttar Pradesh, entgleist. Nach Angaben der staatlichen Eisenbahngesellschaft waren bei hoher Geschwindigkeit 13 Waggons aus den Schienen gesprungen. Der Grund für den Unfall war weiterhin unklar. Medien berichteten, der Lokführer habe die Notbremse gezogen, weil einige Kühe auf den Gleisen saßen. Die Wagen wurden zum Teil übereinandergeschoben und weggeschleudert. Die Helfer versuchten die Waggons mit Kränen zu bewegen. Im Fernsehen war zu sehen, wie Anwohner zu Hilfe eilten und Zugfenster einschlugen, um Eingeschlossene aus den umgestürzten Wagen herauszuholen.

Bei einem zweiten Zugunglück im nordöstlichen Unionsstaat Assam am Sonntagabend wurden 50 Menschen verletzt, als dort ebenfalls ein Zug entgleist. Die Polizei verdächtigt die Extremistengruppe Adivasi Volksarmee, eine ferngezündete Bombe gezündet und damit den Zug von den Schienen gerissen zu haben.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur
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dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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