Indonesien
Ausbruch des Vulkans Merapi fordert erneut Tote

Der indonesische Vulkan Merapi hat wieder Lava und Asche gespuckt. Bei dem bisher heftigsten Ausbruch gab es erneut Tote. Ein Flugverbot für Indonesien wurde zunächst nicht verhängt. Die Notlandung eines Airbus A380 in Singapur steht nach offiziellen Angaben in keinem Zusammenhang mit der Eruption.
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HB JAKARTA. Durch den erneuten Ausbruch des indonesischen Vulkans Merapi sind am Donnerstag sechs weitere Menschen ums Leben gekommen. Damit wurden seit Beginn der Merapi-Aktivität vor neun Tagen nach Behördenangaben 44 Menschen getötet.

Nach offiziellen Angaben explodierte er am Donnerstag mit der bislang größten Wucht und schleuderte Rauch- und Aschewolken rund 4000 Meter hoch in die Luft. Heiße, geschmolzene Lavaströme ergossen sich über die Hänge. Der Chef des Zentrums für Vulkankatastrophen, Surono, sagte, die Eruptionen seien stärker gewesen als der erste Vulkanausbruch am 26. Oktober, bei dem 42 Menschen ums Leben kamen.

Der Ausbruch am Donnerstag sei Donner begleitet und längere Zeit zu hören gewesen, berichtete ein Flüchtling der Nachrichtenagentur Antara. Mehr als 70 000 Menschen wurden bislang vor dem erwachten Vulkan in Sicherheit gebracht.

Nach mehreren heftigen und ungewöhnlich langen Eruptionen des Merapi hatten die indonesischen Behörden die Gefahrenzone am Krater bereits am Mittwoch von zehn auf 15 Kilometer ausgedehnt.

Indonesien hat die höchste Vulkandichte der Welt. Von den 500 Vulkanen auf dem 5000 Kilometer langen Archipels sind 138 aktiv und 68 gelten als gefährlich. In den vergangenen Wochen hatten die Behörden die Alarmstufen für fast zwei Dutzend erhöht.

In der Gefahrenzone am Merapi dürfen sich keine Menschen aufhalten. Allerdings haben viele Einwohner schon frühere Warnungen ignoriert und waren in ihre Dörfer zurückgekehrt, um sich um das Vieh zu kümmern.

Flugzeuge würden in der Region so umgeleitet, dass sie nicht in Gefahr gerieten, teilte das Verkehrsministerium mit. Die Notlandung eines Airbus A380 in Singapur steht nach offiziellen Angaben in keinem Zusammenhang mit dem Merapi-Ausbruch. Der Airbus der australischen Fluggesellschaft Quantas hatte in Singapur notlanden müssen, nachdem an einem Triebwerk ein Teil der Verkleidung abgerissen war.

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