Indonesien
Schweres Erdbeben erschüttert Sumatra

Ein schweres Erdbeben hat am Freitag die indonesische Insel Sumatra erschüttert. Die Bewohner liefen in Panik auf die Straßen, kamen jedoch mit dem Schrecken davon. An diesem Wochenende wird auch die erste Tsunami-Warnboje installiert.

HB JAKARTA. Verletzt wurde jedoch niemand, und es entstand kein Sachschaden. Das Zentrum des Erdstoßes lag 50 Kilometer südöstlich von Medan, der Hauptstadt von Sumatra, wie die indonesische Erdbebenwarte mitteilte.

Er dauerte etwa fünf Sekunden und war in mehreren Städten und Dörfern der Region sowie in der nahe gelegenen Provinz Aceh zu spüren. Die Indonesier gaben die Stärke des Erdstoßes im Norden der Provinz Sumatra mit 6,6 an. Die US-Erdbebenwarte registrierte einen Wert von 6,3.

Ein Erdbeben der Stärke 9 hatte vor der Küste Sumatras 2004 die Tsunami-Katastrophe ausgelöst, die allein in Aceh mehr als 131.000 Menschen das Leben kostete und eine halbe Million weitere obdachlos machte.

Knapp zwei Jahre danach wird jetzt im Indischen Ozean die erste von gut 20 geplanten Warnbojen verankert. Der US-Botschafter in Thailand hat das von den USA gespendete vier Meter hohe Gerät am Freitag auf der thailändischen Ferieninsel Phuket übergeben.

Die Boje, die innerhalb weniger Minuten Daten über gefährlich hohen Wasserdruck über Satellit aussenden kann, soll am Sonntag auf halbem Weg zwischen Thailand und Sri Lanka verankert werden. Auf Grund der Messdaten kann bis zu einer Stunde, bevor eine Flutwelle die Küsten erreicht, Alarm ausgelöst werden.

Auch Deutschland ist maßgeblich an dem Tsunamiwarnsystem für den Indischen Ozean beteiligt und will 10 Bojen finanzieren. Zwei davon wurden bereits vor einem Jahr vor Indonesien versuchsweise ausgesetzt. Allerdings gab es Probleme mit der Verbindung zwischen Boje und Bodenelement. Die beiden Bojen wurden nachgerüstet und sollen in der kommenden Woche erneut zu Wasser gelassen werden.

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