Inhaftierter Kunsthändler Achenbach-Firmen melden Insolvenz an

Drei Unternehmen des inhaftierten Kunstberaters Helge Achenbach sind zahlungsunfähig – auch weil Gerichtsverfügungen Vermögen blockieren. Der genaue Zusammenhang zu den Betrugs-Ermittlungen gegen Achenbach, ist unklar.
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Drei Unternehmen aus der Firmengruppe des inhaftierten Kunsthändlers Achenbach, sind insolvent. Darunter ist auch der Gastronomiebetrieb Monkey's in Düsseldorf. Quelle: dpa

Drei Unternehmen aus der Firmengruppe des inhaftierten Kunsthändlers Achenbach, sind insolvent. Darunter ist auch der Gastronomiebetrieb Monkey's in Düsseldorf.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDrei Unternehmen, an denen der inhaftierte Düsseldorfer Kunstberater Helge Achenbach beteiligt ist, haben am Donnerstag Insolvenz angemeldet. Das Amtsgericht Düsseldorf bestätigte, dass Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt worden seien. Die drei Unternehmen seien zahlungsunfähig. Dies habe Benjamin Achenbach als Vorstand und Geschäftsführer der Gesellschaften festgestellt, teilte die Achenbach-Gruppe mit.

Unter den drei Firmen ist auch die Achenbach Kunstberatung sowie der Gastronomiebetrieb Monkey's, der in der Düsseldorfer Innenstadt drei nebeneinanderliegende Gaststätten betreibt. Benjamin Achenbach ist ein Sohn von Helge Achenbach.

Als Grund gab die Gruppe an, dass „wesentliche Vermögenswerte derzeit durch gerichtliche Verfügungen blockiert und Kunstgegenstände und Konten“ gepfändet seien. Dadurch seien die Gesellschaften nicht mehr in der Lage, Kunstobjekte zu veräußern und Zahlungen zu tätigen. Ein Sprecher wollte nichts dazu sagen, ob die genannten gerichtlichen Verfügungen im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen Achenbach stehen. Auch eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Essen wollte sich nicht dazu äußern, ob es im Zuge der Ermittlungen zu „vorläufigen Sicherungsmaßnahmen“ gekommen sei.

Helge Achenbach (62) war am 10. Juni nach der Rückkehr von einer Kunstaktion im WM-Quartier der Deutschen Nationalmannschaft in Brasilien festgenommen worden. Ihm wird vorgeworfen, Kunstwerke und Oldtimer mit verdeckten Preisaufschlägen und gefälschten Rechnungen an den Aldi-Erben Berthold Albrecht weiterverkauft zu haben. Er sitzt in Untersuchungshaft.

Mit einer angestrebten Planinsolvenz wolle man die Sanierung der Gruppe erreichen. „Vermögenswerte sollen wertschonend veräußert werden, um die Gruppe zu stabilisieren“, hieß es. Unter dem Schutz des Insolvenzverfahrens solle vor allem das vorhandene Kunstvermögen erhalten und bestmöglich verkauft werden. Helge Achenbach sei an allen drei Unternehmen als Minderheitsgesellschafter beteiligt, sagte der Sprecher. Wer die anderen Gesellschafter sind, wurde nicht bekannt. Betroffen von der Insolvenz seien insgesamt 20 Mitarbeiter.

  • dpa
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