Inlandsflug
Flugzeugunglück auf Ferieninsel in Thailand

Ein Passagierflugzeug mit mindestens 70 Menschen am Bord ist am Dienstag bei der Landung auf der thailändischen Ferieninsel Ko Samui verunglückt. Die Maschine kam bei einem schweren Unwetter von der Rollbahn ab und prallte gegen einen Kontrollturm. An Bord waren auch Deutsche.

HB BANGKOK. Bei dem Unglück kam der Pilot ums Leben, zahlreiche Menschen mussten mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden, wie die Behörden am Dienstag mitteilten. Wie das Auswärtige Amt am Dienstag in Berlin mitteilte, waren nach derzeitigem Kenntnisstand vier deutsche Fluggäste an Bord. Sie blieben unverletzt. Unter den verletzten Passagieren sind auch sechs aus Europa, vier davon sind schwer verletzt. Wie der Präsident der Bangkok Airways, Puttipong Prasarttong-Osothy, am Dienstag sagte, hätten sich zwei Briten, ein Schweizer und ein Engländer bei dem Aufprall die Beine gebrochen. Zwei weitere Briten erlitten leichte Gesichtsverletzungen.

Die Maschine der Fluggesellschaft Bangkok Airways sei im Anflug bei heftigem Regen und starken Winden außer Kontrolle geraten, von der Rollbahn abgekommen und in einen stillgelegten Kontrollturm gerutscht. Meldungen über zehn Tote konnten zunächst nicht bestätigt werden.

Die zweimotorige Propellermaschine vom Typ ATR 72 war auf dem Weg von Krabi im Westen des Landes nach Ko Samui. Der Flug dauert nur ungefähr 30 Minuten. An Bord waren 68 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder, berichtete die thailändische Nachrichtenagentur TNA und beruft sich auf die zuständige Behörde. Die Maschine bietet für bis zu 74 Passagiere Platz. Das dänische Außenministerium teilte mit, dass auch zwei Dänen an Bord waren. Rettungsmannschaften mussten den eingeklemmten Co-Piloten aus dem Cockpit der Maschine befreien. Die ATR 72 war frontal in den als Garage für Feuerwehrwagen genutzten Kontrollturm geprallt.

Eine Sprecherin der Fluggesellschaft bestätigte, dass viele Menschen verletzt wurden, als die Maschine gegen 14.30 Uhr Ortszeit von der Rollbahn abkam. Einzelheiten nannte sie nicht. Die 1968 als Sahakol Air gegründete private Fluggesellschaft Bangkok Airways verhängte bis zu einer Pressekonferenz am Nachmittag eine Informationssperre. Der Samui Airport gehört der Fluggesellschaft und wird auch von ihr betrieben. Dort ereignete sich auch der bisher einzige Unfall der Bangkok Airways. Im November 1990 war eine zweimotorige Maschine bei heftigem Regen gelandet und dabei verunglückt. Damals starben alle 38 Menschen an Bord.

Ko Samui im Golf von Thailand 480 Kilometer südlich von Bangkok ist eine beliebte Urlaubsinsel für in- und ausländische Touristen. Die Provinzhauptstadt Krabi, wo die Maschine gestartet war, ist ein Verkehrsknotenpunkt in Südthailand.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%