Internationale Raumstation: Leck auf der Raumsation ISS geflickt

Internationale Raumstation
Leck auf der Raumsation ISS geflickt

Nach zwei Wochen des schleichenden Druckverlusts auf der Internationalen Raumstation (ISS) hat die Besatzung das Leck entdeckt.

HB MOSKAU. An einem Fenster des amerikanischen ISS-Moduls Destiny sei ein Schlauch zur Ableitung von Kondenswasser undicht, teilte die russische Flugleitzentrale bei Moskau am Montag mit. Die Raumfahrer Michael Foale und Alexander Kaleri versuchten den Defekt mit Bordmitteln zu beheben. „Bereits morgen werden wir feststellen, ob es ihnen gelungen sein wird, das Leck abzudichten“, sagte ein Vertreter der US-Raumfahrtbehörde NASA in Moskau. Der Druckverlust sei nicht Besorgnis erregend. Notfalls werde der nächste Progress-Raumtransporter Ende Januar einen neuen Schlauch auf die ISS bringen. Die Raumfahrer hätten den schadhaften Schlauch abmontiert und vorerst durch einen Stopfen ersetzt.

Das Modul Destiny sei für einen Tag versiegelt worden, um zu prüfen, ob es jetzt luftdicht sei, sagte der Experte Pawel Winogradow vom russischen Raketenbaukonzern Energija. Foale habe die ISS mit einem Ultraschallgerät untersucht und sei so auf das Leck gestoßen. Raumfahrtexperten stuften den Verlust von täglich 0,3 Prozent der Atemluft auf der ISS als nicht Besorgnis erregend ein.

Die Nasa und die russische Raumfahrtbehörde waren zunächst unterschiedlicher Auffassung über das Ausmaß des Druckabfalls gewesen. Beide Behörden betonten jedoch, dass für die zwei Mann an Bord - den US-Astronauten Michael Foale und den russischen Kosmonauten Alexander Kaleri - keine Gefahr bestehe.

An der ISS beteiligen sich 16 Staaten, darunter auch europäische Länder. Die Station ist seit 1998 im Bau und kostet rund 74 Milliarden Euro.

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