Internet-Umfrage
Franzosen würden Spekulant Kerviel ihr Geld anvertrauen

Kein Mensch hat jemals so viel Geld an der Börse verzockt wie er: Jérôme Kerviel. Doch jeder zweite Franzose würde ihm sein Vermögen anvertrauen.

HB PARIS. Als Aktienhändler hatte Kerviel mit unerlaubt hohen Indexspekulationen der Großbank Société Générale im Januar einen Rekordverlust von 4,9 Milliarden Euro hinterlassen. Dafür wurde er entlassen. Doch in einer Internetumfrage des „Figaro“ (Montag) erklärten 48 Prozent, sie würden Kerviel ihr Geld anvertrauen.

„Mit den Wilderern ist man am meisten auf der Hut“, erklärt einer der mehr als 5000 Teilnehmer. „Vergessen wir nicht, dass er vor dem schwindelerregenden Verlust Milliarden verdient hat“, vermerkt ein anderer. Und ein dritter konstatiert: „Das Geld ist zu wichtig, um es den Bankiers anzuvertrauen.“

Kerviel steht allerdings derzeit nicht für solche Geschäfte zur Verfügung. Gegen ihn läuft wegen der Spekulationsverluste ein Verfahren. Er wurde nur gegen die Auflage aus der Untersuchungshaft entlassen, keine Handelsräume zu betreten und bestimmte Experten zu meiden. Arbeitslosigkeit muss Kerviel dennoch nicht fürchten. Die Meldeauflagen wurden sogar gelockert, damit ihn ein Unternehmer als Informatikexperten einstellen konnte.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%