Interview
„Guttenbergs Look sagt: ,Bitte verzeiht mir'“

Karl-Theodor zu Guttenberg hat sein Äußeres grundlegend verändert. Offener, jugendlicher wolle er wirken, sagt Stilberater Andreas Rose im Interview. Das sei ein Indiz, dass zu Guttenberg noch viel vor hat.
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Düsseldorf/FrankfurtHandelsblatt Online: Neue Frisur, Abschied von der Brille und ein paar Pfunde mehr – will Karl Theodor zu Guttenberg damit ein Signal senden?

Andreas Rose: Mit Sicherheit.

Welches?

Ich bin mir sicher, dass er an seinem Comeback feilt und das unterstreicht er mit seiner Optik. Wenn man etwas an seinem Äußeren ändert, will man Aufmerksamkeit erregen und die bekommt er jetzt.

Also alles kein Zufall?

Karl-Theodor zu Guttenberg und seine Frau Stephanie haben ja immer die öffentliche Bühne gesucht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass an seinem Auftreten jetzt nicht gefeilt wurde. Es ist ja bekannt, dass zu Guttenberg schon immer gute Berater hatte. Und mit ihnen arbeitet er an einer neuen Rolle. Mit dem Vorher-Nachher-Effekt will er etwas erreichen.

Wie will er denn auf die Öffentlichkeit wirken?

Auf jeden Fall verleiht ihm die neue Frisur ein deutlich jugendlicheres und lockeres Aussehen mit den leicht gescheitelten, nach vorn getragenen Haaren. Früher, als er sie zurückgegelt trug, sah man auch schon eher, wo es licht wurde. Außerdem kam er so kühler rüber. Die Haare wirken jetzt voller – und er dadurch jugendlicher und weniger streng. Das ist auch ein bisschen der US-Stil, von dem er sich sicher hat inspirieren lassen. Da ist es auch nicht schlimm, dass er zugenommen hat.

Und der Abschied von der Brille unterstreicht das…

Ja. Auch dadurch wirkt er jetzt offener und zugänglicher. Andererseits heißt der Stil auch: „Ich bin locker, ich stehe über den Dingen.“ Er kommt so fast schon rüber wie ein Schuljunge. Einer, der sagen will: „Ich habe einen Fehler gemacht. Verzeiht mir.“ Das würde er zwar so nicht sagen, aber er sagt das eben mit seinem neuen Look.


Kommentare zu " Interview: „Guttenbergs Look sagt: ,Bitte verzeiht mir'“"

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  • Ich bekomme noch mehr Angst, wenn dieser Nichtskönner auch noch eine Nichtskönnerpartei gründet.
    PS: der Artikel ist doch nicht ernsthaft der neue Journalismus des Handelsblattes, oder?

  • Er kann ja bei den Piraten "anheuern". Denen fehlt noch so ein Typ!!!

  • Egal was die bestellte Presse an Umfragen und Abkanzelungen bereitstellt, um Guttenberg kaltzustellen, verhindert wird nichts. Ich glaube an eine neue Guttenberg Partei, kurz vor der Wahl. Und dank aller derzeitigen Nullnummern, Muttis und Wowis: Er hat alle Chancen, denn der Bürger hat Angst vor diesem Deutschland. Glauben Sie mir das.

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