Inzwischen 24 Tote und 2 200 Verletzte
Japan bebt weiter

Die Erde in Japan kommt immer noch nicht zur Ruhe. Ein Beben der Stärke 5,6 erschütterte abermals die japanische Provinz Niigata. Weitere Menschen starben. Der Aktienmarkt reagierte auf die Naturkatastrophe vom Wochenende mit herben Verlusten.

HB TOKIO. Die Zahl der Todesopfer nach der Serie starker Erdstöße in der Unglücksprovinz ist auf 24 gestiegen. Mehr als 2 200 Menschen wurden verletzt und mussten ärztlich behandelt werden. Fast 100 000 Menschen müssen noch immer in Notunterkünften ausharren. Helfer sind bemüht, die Menschen mit Lebensmittel zu versorgen.

Soldaten setzten am Morgen mit Hubschraubern die Bergung von Bewohnern eingeschlossener Bergorte fort. Der Fernsehsender NHK zeigte Bilder von Menschen im Dorf Yamakoshimura, die Reisstroh verbrannten, um sich warm zu halten. Sie hatten die zweite Nacht im Freien verbracht und Schlaflager aus Stroh und Plastikplanen gebaut. Es waren Bilder von notdürftig gebauten Unterständen zu sehen, vor denen Frauen und Kinder auf Öfen Wasser kochen.

Die andauernden Nachbeben erschweren immer wieder die Bergungs- und Wiederaufbaumaßnahmen. Seit den ersten Erdstößen am Samstag wurden rund 370 für den Menschen spürbare Nachbeben registriert, berichtete das Fernsehen. Viele Häuser, Straßen und Tunnel in der bergigen Region sind durch gewaltige Erdrutsche völlig zerstört.

Die japanische Aktienbörse reagierte auf die Erdbebenkatastrophe am Morgen mit starken Verlusten. Der 225 Werte umfassende Nikkei Index sackte kurz nach Handelsbeginn um 2,6 Prozent auf 10 575 Punkte ab. Analysten rechneten aber damit, dass die Erdbeben nur begrenzten Einfluss auf den Handel haben werden. „Das Erdbeben ist nur einer der Faktoren, auf die der Markt heute blickt“, sagte Hiroichi Nishi von Nikko Cordial Securities. Als weitere Einflussfaktoren nannte Nishi die gestiegenen Ölpreise, den vermutlich knappen Ausgang der US-Präsidentenwahl am 2. November und die negativen Vorgaben der Wall Street

Die Regierung hat mitgeteilt, einen Nachtragshaushalt zu erstellen, um die Kosten für die Wiederaufbaumaßnahmen nach den verheerenden Erdstößen und dem jüngsten Taifun zu finanzieren. Durch den Taifun „Tokage“ starben 80 Menschen. Und Japan kommt immer noch nicht zur Ruhe. Es nähert sich im Süden ein weiterer Wirbelsturm.

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