Iraker gezwungen, von einer Brücke in den Tigris zu springen
US-Soldaten wegen Totschlags angeklagt

US-Soldaten sollen zwei Iraker gezwungen haben, von einer Brücke in einen Fluss zu springen. Da dabei laut Anklage einer der Männer getötet wurde, müssen die Soldaten vor Gericht.

HB BERLIN. Nach ihrer Rückkehr aus dem Irak müssen sich zwei US-Soldaten wegen Totschlags verantworten. Leutnant Jack Saville und Feldwebel Tracy Perkins haben laut der Anklage am 3. Januar einen 19-jährigen Iraker gezwungen, von einer Brücke zu springen. Der junge Mann ertrank nach Angaben seiner Familie im Tigris.

Insgesamt haben drei Soldaten gestanden, dass sie den 19-Jährigen und dessen Cousin am 3. Januar in der Nähe von Samarra wegen Verstoßes gegen die Ausgangssperre angehalten und gezwungen haben, in den Fluss zu springen. Beide hätten sich aber ans Ufer retten können, erklärten die Beschuldigten. Ihre Anwälte machen geltend, dass die Militärjustiz keine Leiche gesehen und auch keine Exhumierung angeordnet hätten.

Die Ankläger stützen sich auf Aussagen von Familienmitgliedern und einen Videofilm von der Beisetzung. Das Verfahren soll vor einem Militärgericht in Fort Carson im US-Staat Colorado stattfinden. Bei einem Urteilsspruch sind Haftstrafen von 5 bis 26 Jahren möglich.

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