Irritationen um das Mahnmal
Korn kritisiert Holocaust-Mahnmal nur für jüdische Opfer

Der Vizepräsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Salomon Korn, hat die Widmung des Holocaust-Mahnmals ausschließlich für die jüdischen NS-Opfer kritisiert.

HB BERLIN. Mit dem Denkmal für die ermordeten Juden Europas verzichte die Bundesrepublik auf ein Mahnmal, „das die Gesamtdimension des nationalsozialistischen Jahrtausendverbrechens bezeugt“, schrieb Korn in einem Beitrag für die „Jüdische Allgemeine Wochenzeitung “ (Donnerstagausgabe). Das Denkmal des amerikanischen Architekten Peter Eisenman mit rund 2700 Betonstelen wird am 10. Mai in Berlin eröffnet.

In der Öffentlichkeit stehe die Bezeichnung „Holocaust-Mahnmal“ nicht allein für das Gedenken des Völkermords an den Juden, sondern stehe zunehmend für das nationalsozialistische Verbrechen insgesamt. Die Begriffe „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“ und „Holocaust-Mahnmal“ würden bis zur Austauschbarkeit verschwimmen.

Der Frankfurter Architekt, der auch Gedenkstättenbeauftragter des Zentralrats ist, lobte den „Ort der Information“ am Rande des Mahnmals, in dem die wichtigsten Stationen des Völkermords an den Juden dargestellt werden. Ausdruckskraft und Aussagefähigkeit beziehe das Denkmal vorwiegend aus diesem Ort.

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