Israel

Taucher finden riesigen Goldschatz

Hobbytaucher sind vor der israelischen Küste auf den größten Goldschatz in der Geschichte des Landes gestoßen – aus purem Zufall. Der Fund hat einen unschätzbaren Wert, Finderlohn gibt es trotzdem nicht.
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Fast 2000 Münzen fanden die Taucher am Boden des Mittelmeers. Quelle: dpa
Gold am Meeresgrund

Fast 2000 Münzen fanden die Taucher am Boden des Mittelmeers.

(Foto: dpa)

Aus purem Zufall haben Hobbytaucher vor dem israelischen Küstenort Caesarea einen Goldschatz entdeckt. 2000 Münzen aus der Zeit der Fatimiden wurden vom Hafengrund geborgen, wie die Antikenverwaltung am Dienstag bekanntgab. Es handele sich um den „größten je in Israel gefundenen Goldschatz“, er wiege neun Kilo und sei von „unschätzbarem“ Wert.

Erst habe die Tauchergruppe gedacht, bei dem blinkenden Gold handele es sich um Spielgeld. „Dann sammelten sie einige Münzen und brachten sie dem Tauchclubleiter, der die Behörden alarmierte“, hieß es in der Erklärung. Fachleute bargen schließlich den Rest der Münzen. Ein Wintersturm habe vermutlich den Meeresboden aufgewühlt und die Goldstücke freigelegt, hieß es.

Die bekanntesten Goldmünzen
Goldmünzen und Goldbarren
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In jedem guten Piratenfilm spielen sie eine tragende Rolle. Doch Goldmünzen sind längst nicht nur etwas für Schatzsucher. Inflationsängste und die Schwäche anderer Anlageformen machen physisches Gold gerade für Anleger attraktiv. Womit man den Werterhalt seines Geldes sichert und zudem noch etwas fürs Auge im Depot hat.

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Dass Goldmünzen nicht nur mit den Köpfen verstorbener Persönlichkeiten geziert sein müssen, zeigt dieses Exemplar: Die Lunar Serie 1 der australischen Münzprägeanstalt Perth Mint erfreut sich großer Beliebtheit unter Sammlern. Sie wurde von 1996 bis 2007 geprägt und zeigt die chinesischen Tierkreiszeichen, hier den Hasen.

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Auch der Hund gehört zu den chinesischen Tierkreiszeichen, denen die australische Münzprägeanstalt Perth Mint 2006 ein Denkmal in Form eines Goldstücks setzte. Auf der Rückseite der Münzen dieser Serie ist übrigens immer ein Abbild von Königin Elisabeth II. zu sehen.

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Die australischen Goldmünzen von Perth Mint sind besonders detailgenau und filigran gestaltet, wie hier beispielsweise das chinesische Tierkreiszeichen des Hahnes, das 2005 geprägt wurde.

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Nicht nur Tierkreiszeichen finden den Weg auf Goldmünzen. Auch dem chinesischen Nationaltier Panda wird auf diese Art und Weise gehuldigt. Die entsprechende Münze aus dem Reich der Mitte wird seit 1982 geprägt - mit jährlich wechselndem Motiv des Bären auf der Vorderseite.

Foto: fotolia.com

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Der Krügerrand aus Südafrika ist die liquideste Goldanlagemünze der Welt und dürfte zugleich auch die bekannteste sein. Für einen Krügerrand mit einem Feingewicht von einer Unze zahlen Goldanleger einen geringen Aufschlag von etwa zwei Prozent auf den Goldwert.

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Die kanadische Goldmünze Maple Leaf, zu deutsch Ahornblatt, ist nach dem Krügerrand die weltweit zweitbekannteste Anlagemünze. Auch mit ihr wird einem Nationalsymbol gehuldigt.

Foto: fotolia.com

Die Fatimiden beherrschten Teile der Region von 909 bis 1171. Meeresarchäologe Kobi Scharwit von der Antikenbehörde sagte, der Schatz stamme vermutlich von einem Schiffswrack, das Steuereinnahmen an Bord hatte und wohl auf den Weg nach Ägypten war. Es könne sich aber auch um ein untergegangenes Handelsschiff gehandelt haben. Ausgrabungen am Meeresgrund sollen nun weitere Erkenntnisse liefern. Die Taucher, die die Münzen entdeckten, bekommen übrigens keinen Finderlohn, wie eine Behördensprecherin sagte.

  • afp
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