IT-Branche
Wachstumsschub durch neue Technologien erwartet

Starkes Wachstumspotenzial sieht die deutsche Informations- und Telekommunikationsbranche (ITK) in neuen Technologien wie der Biometrie und dem Fernsehen über das Internet und das Handy.

HB FRANKFURT. Einer Studie des Branchenverbandes Bitkom und der Unternehmensberatung Roland Berger zufolge versprechen einige Branchenbereiche in den kommenden Jahren kräftige Umsatzsteigerungen und sollten daher vorrangig gefördert werden. Bitkom-Chefvolkswirt Axel Pols sprach in einer Telefonkonferenz diese Woche von einer fünfstelligen Zahl an Stellen, die bis 2010 in diesen Geschäftsfeldern geschaffen werden könnten.

Bitkom fordert vor allem eine bessere Bildungspolitik als Basis für Wachstum. "High-Tech-Politik ist in allererster Linie Bildungspolitik", sagte Verbandspräsident Willi Berchtold. Er verlangte zudem eine Lockerung des Zuwanderungsrechts, um kurzfristig den Fachkräftemangel in der ITK-Branche anzugehen, sowie die Aus- und Weiterbildung von älteren Mitarbeitern. Die Ergebnisse der Studie sollen auf dem IT-Gipfel am 18. Dezember diskutiert werden, zu dem Bundeskanzlerin Angela Merkel rund 100 Branchenvertreter, Wissenschaftler und Politiker eingeladen hat.

Von dem IT-Gipfel verspreche sich Bitkom auch klare Abmachungen zur Förderung der Branche, erläuterte Berchtold. Sechs Milliarden Euro stelle die Bundesregierung für Forschung und Innovation zur Verfügung, sagte Berchtold: "Das ist eine Menge Geld, das aber auch richtig eingesetzt werden muss." Im Markt der Hard- und Software-Komponenten, die in elektronischen Geräten vom Fernseher bis zum Herzschrittmacher eingesetzt werden, seien deutsche Unternehmen gut vertreten, erläuterte Berchtold. Bis 2010 werde in diesem Bereich das weltweite Marktvolumen schätzungsweise auf 194 von 138 Milliarden Euro im Jahr 2005 ansteigen. Eine wichtige Rolle über alle Branchen spielten biometrische Systeme zur automatischen Erkennung von Menschen. Entscheidend seien hier öffentliche Projekte wie der elektronische Reisepass, um Technik und Verbreitung voranzutreiben.

Der Bitkom rechnet auch damit, dass Fernsehen über das Internet (IPTV) oder mobile Geräte (Mobiles TV) in wenigen Jahren fester Bestandteil der deutschen Medienlandschaft sein wird. Voraussetzung sei jedoch, dass in diesem Bereich weniger reguliert werde.

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