Italien: 16 Tote nach Busunglück

Italien
16 Tote nach Busunglück

Mitten in der Nacht prallt ein mit ungarischen Schülern und Lehrern besetzter Bus in Italien gegen einen Pfeiler und fängt Feuer. Experten sprechen von tragischen Umständen: Türen des Fahrzeugs seien blockiert gewesen.
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BudapestDrama auf dem Rückweg von einer Skifreizeit: Bei einem schweren Busunglück im Norden Italiens sind mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen. 13 Insassen des ungarischen Reisebusses wurden stark verletzt, 13 weitere leicht, wie Polizeikommandant Girolamo Lacquaniti am Samstag dem italienischen Sender Sky TG24 sagte. Der Bus sei aus Frankreich kommend kurz vor Mitternacht bei Verona von der Autobahn abgekommen, gegen einen Pfeiler gekracht und in Flammen aufgegangen.

In dem Unglücksbus befanden sich Schüler und Lehrer des Budapester Szinyei-Merse-Gymnasiums, wie das Portal „index.hu“ unter Berufung auf Angehörige berichtete. An dem Gebäude wurde am Samstag eine schwarze Flagge gehisst, Menschen legten Blumen zum Gedenken an die Opfer nieder. Die Gruppe hatte in Frankreich an einem Skikurs teilgenommen. Insgesamt sollen bis zu 60 Insassen in dem Bus gewesen sein.

In den Unfall seien keine weiteren Fahrzeuge verwickelt gewesen, sagte Lacquaniti. Das lasse darauf schließen, dass der Busfahrer in einen Sekundenschlaf gefallen oder das Fahrzeuge wegen eines technischen Defekts von der Straße abgekommen sei. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung ermittelt die Staatsanwaltschaft in Verona in dem Fall.

Der internationale Bustouristik-Verband RDA sprach den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl aus und schickte den Verletzten Genesungswünsche. Nach ersten Erkenntnissen hätten „tragische Umstände“ eine Rolle gespielt, erklärte der Verband: Der Bus sei kurz nach Mitternacht so unglücklich längs der Leitplanke zum Stehen gekommen, dass sich die rechts liegenden Türen nicht hätten öffnen lassen.

Der Bus sei nach dem Aufprall wohl wegen eines Elektrik-Kurzschlusses in Brand geraten. „Im sich rasch ausbreitenden Feuer mussten sich alle Insassen, teilweise auch durch den Aufprall verletzt, durch die Fenster nach draußen retten.“

RDA-Vizepräsident Heinrich Marti sprach von einem schwarzen Tag für die Bustouristik. Er verwies darauf, dass es 2016 die niedrigste Zahl schwerer Reisebusunfälle in Europa seit mehr als zehn Jahren gegeben habe. Sein Verband werde sich weiter aktiv für die Verbesserung des hohen Sicherheitsniveaus von Busreisen engagieren.

Der ungarische Außenminister Peter Szijjarto bekundete seine Anteilnahme für die Opfer des Unglücks. Die Regierung in Budapest werde sämtliche Kosten für den Heimtransport der Überlebenden sowie die Reisekosten jener Eltern übernehmen, die nach Verona reisen wollten, sagte Szijjarto.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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