Italien
Über 150 Menschen nach Seilbahnpanne gerettet

Statt in Gemütlichkeit verbringen mehr als 150 Menschen Heiligabend in den Gondeln einer Seilbahn. Wegen starken Windes stoppte die Bahn in Italien. Sieben Stunden später haben alle Passagiere wieder sicheren Boden unter den Füßen.
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Breuil-CerviniaHeiligabend hatten sich viele sicher anders vorgestellt: Wegen starken Windes ist am Samstag eine Seilbahn im Aostatal in Italien steckengeblieben. Mehr als 150 Menschen saßen stundenlang in schwindelerregender Höhe fest. Nach langwierigen Rettungsmaßnahmen hatten alle Passagiere etwa sieben Stunden später wieder Boden unter den Füßen.

Die Menschen konnten nach der Panne gegen 15.30 Uhr wegen des starken Windes nicht über einen Helikopter gerettet werden, sondern wurden nach und nach aus den Gondeln abgeseilt. Im Einsatz waren Bergretter aus dem Aostatal und aus der nahe gelegenen Schweiz. Kurz vor Mitternacht war die Aktion erfolgreich abgeschlossen. Die Betreibergesellschaft schrieb auf Twitter von 156 Skiläufern, die gerettet wurden, die Nachrichtenagentur Ansa bezifferte die Zahl auf 153. Alle Passagiere seien wohlauf, hieß es.

Die Seilbahn mit je zwölf Plätzen in einer Kabine sei wegen eines Defekts steckengeblieben. „Wir haben alle Notfallmaßnahmen in Gang gesetzt, und es ist niemand in Gefahr“, hatte die Betreibergesellschaft am Samstag auf Twitter mitgeteilt. Um welchen Defekt es sich handelte, wurde nicht präzisiert.

Die Pendelbahn im Ski- und Wandergebiet Cervinia unweit der Schweizer Grenze verbindet Plan Maison auf 2550 Metern und Cime Bianche Laghi auf 2800 Metern. Ob das Problem mittlerweile behoben werden konnte, wurde zunächst nicht bekannt.

„Wir befinden uns auf einer Höhe zwischen 2300 und 2800 Metern“, hatte der Präsident der Bergrettung im Aostatal, Adriano Favre, der Zeitung „Corriere della Sera“ während der Rettungsaktion gesagt. Der Wind sei stark, und es sei sehr kalt gewesen. Die Situation sei aber unter Kontrolle gewesen.

Im September hatte es einen Störfall an einer Seilbahn am Montblanc gegeben. Mehr als 100 Menschen saßen damals in mehr als 3000 Metern Höhe fest. Verhedderte Kabel der Seilbahn waren der Grund für den Ausfall. Etwa 30 Menschen hatten die Nacht in der Bahn verbringen müssen, bis sie am nächsten Morgen wieder Boden unter den Füßen hatten.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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