Itek Air in EU auf schwarzer Liste
68 Tote bei Flugzeugabsturz in Kirgistan

Nur vier Tage nach der Katastrophe in Madrid gibt es ein weiteres schweres Unglück in der zivilen Luftfahrt. Kurz nach dem Start in Richtung Iran stürzte am Sonntag in Kirgistan eine Boeing 737 der in der EU mit Landeverbot belegten kirgisischen Gesellschaft Itek Air ab.

HB BISCHKEK. Bei dem Unglück kamen nach Angaben der Behörden 68 Menschen ums Leben. 22 überlebten das Unglück. Von ihnen wurden 18 mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Die Überlebenden seien je zur Hälfte Kirgisen und Iraner. Auch drei Minderjährige im Alter von 12 und 15 Jahren seien dem völlig ausgebrannten Flugzeugwrack lebend entkommen.

Die Maschine startete auf dem internationalen Flughafen Manas, 26 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Bischkek. Als Ursache wurde eine undichte Kabine genannt. Die Piloten versuchten vergeblich, zum Flughafen zurückzukehren. Eine Flughafensprecherin sagte, die Besatzung habe nach zehn Minuten ein technisches Problem gemeldet. Bei der Rückkehr zum Flughafen sei die 29 Jahre alte Boeing 737 dann abgestürzt. Die Unglücksstelle liegt etwa zehn Kilometer vom Flughafen entfernt auf freiem Feld in der Nähe eines Dorfes.

An Bord waren 90 Passagiere und Besatzungsmitglieder, darunter 52 Iraner, 24 Kirgisen, drei Kasachen und zwei Kanadier. Unter den Überlebenden waren 17 Mitglieder einer Schulsportgruppe aus Bischkek, wie Jelena Bajalinowa vom Gesundheitsministerium mitteilte.

Maschinen der Itek Air stehen aus Sicherheitsgründen auf einer Schwarzen Liste der EU, dürfen also nicht in den europäischen Luftraum einfliegen.

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