Jagd auf Hintermänner dauert an
Polizei tötet drei Verdächtige nach Dahab-Anschlägen

Eine Woche nach dem Blutbad im ägyptischen Badeort Dahab dauert die Suche nach den Hintermännern an. Ägyptische Sicherheitskräfte haben bei der Fahndung nach den Hintermännern der jüngsten Bombenanschläge auf dem Sinai offenbar drei Verdächtige getötet.

HB KAIRO. Bei einem Feuergefecht im Norden der Sinai-Halbinsel erschossen die Sicherheitskräfte zwei mutmaßliche Terroristen, berichtete die Nachrichtenagentur Mena in der Nacht zum Montag. Die Männer hätten vermutlich zu einer Gruppe von Sinai-Beduinen gehört, die für die Anschläge in dem Touristen-Ort Dahab vor einer Woche verantwortlich gemacht werde, verlautete am Sonntag aus Sicherheitskreisen. Zwei Männer hätten Polizisten bei einer Patrouille im Nordosten der Sinai-Halbinsel mit Handgranaten beworfen, die jedoch nicht detonierten. Die Sicherheitskräfte hätten das Feuer auf die Männer eröffnet und beide getötet.

Im Laufe des Sonntags hatten sie bereits einen anderen Verdächtigen getötet. Der mutmaßliche Drahtzieher, Nasser Chamis al-Melahi, sei jedoch entkommen, hieß es. Im Norden des Sinai seien vier Verdächtige festgenommen worden.

Bei Bombenanschlägen in Dahab auf dem Sinai waren am Montag vor einer Woche 22 Menschen getötet worden - darunter auch ein deutsches Kind. Am Mittwoch hatten sich dann im Norden des Sinai zwei Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Unmittelbar nach den Anschlägen in Dahab hatte die Polizei zehn Festnahmen gemeldet und rund 70 Beduinen verhört.

Zumindest einer der am Sonntag getöteten Verdächtige soll auch an den den Anschlägen auf Touristen in Taba 2004 und in Scharm el Scheich 2005 beteiligt gewesen sein.

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