Jahresrückblick
Das war der Juni 2005

Der Beitritt der Schweiz zum Schengen-Abkommen, die Wahl eines Hardliners zum Präsident im Iran, der Verkauf der Handy-Sparte von Siemens, der Freispruch für Michael Jackson und die Generalprobe für die Fußball-WM standen im Mittelpunkt.
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1. Juni 2005


Auch in den Niederlanden wird die EU-Verfassung in einem Referendum mehrheitlich abgelehnt. 61,6 Prozent der Wähler stimmen gegen das Vertragswerk und nur 38,4 dafür. Ministerpräsident Jan Peter Balkenende äußert sich enttäuscht über das Ergebnis.

Die EU-Kommission weist Spekulationen über ein Scheitern der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion zurück. Finanzminister Hans Eichel und Bundesbankpräsident Axel Weber bekennen sich zum Euro.

Das neue türkische Strafrecht tritt in Kraft. Es stärkt die Rechte von Frauen und Kindern und soll der Türkei den Weg in die Europäische Union ebnen.

Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Moschee in der südafghanischen Stadt Kandahar kommen mindestens 20 Menschen ums Leben. Der Terrorakt richtete sich gegen eine Trauerfeier für einen Geistlichen, der als Kritiker der fundamentalistischen Taliban-Miliz einem Attentat zum Opfer gefallen war.

Bundesinnenminister Otto Schily stellt einen neuen Reisepass vor, der ab 1. November eingeführt wird und einen Chip mit darauf gespeicherten Gesichtsmerkmalen enthält.

Das am längsten verheiratete Ehepaar der Welt feiert seinen 80. Hochzeitstag: Der 105-jährige Percy Arrowsmith und seine 100-jährige Frau Florence begehen die "Messing-Hochzeit" in ihrem Haus im westenglischen Hereford.

2. Juni 2005

Finanzminister Hans Eichel wird dieses Jahr deutlich mehr Schulden aufnehmen als die bisher geplanten 22 Milliarden Euro. Im Bundestag räumt er ein Haushaltsloch von zehn bis zwölf Milliarden Euro ein.

Der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude wird zum neuen Präsidenten des Deutschen Städtetages gewählt. Der SPD-Politiker ist Nachfolger der Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU).

Philippe Douste-Blazy tritt als Außenminister in die neue französische Regierung ein. Chiracs Rivale Sarkozy übernimmt wie schon 2002 bis 2004 das Innenressort und behält den Vorsitz der konservativen Regierungspartei UMP.

Das Parlament der Malediven beschließt die Einführung eines Mehrparteiensystems und damit erstmals die Zulassung von Oppositionsparteien.

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