Jahresrückblick: Das war der März 2005

Jahresrückblick
Das war der März 2005

Der Zukunftsvertrag für Opel, das Scheitern von Heide Simonis in Kiel, das Ringen um eine Koma-Patientin in den USA sowie die geplante Reform der Vereinten Nationen standen im Mittelpunkt.
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1. März 2005

Für Februar wird die Rekord-Arbeitslosenzahl von 5,216 Millionen mitgeteilt. Dies entspricht einer Quote von 12,6 Prozent. Obwohl der Anstieg um 575 000 im Jahresvergleich mit auch mit statistischen Effekten durch die Hartz- IV-Umstellung zusammenhängt, sorgt die symbolträchtige Zahl fünf Millionen für politischen Zündstoff.

An den Folgen langjähriger Unterernährung stirbt in Hamburg ein siebenjähriges Mädchen. Jessica war von ihren Eltern im Haus festgehalten und nie zur Schule geschickt worden.

Auf einer internationalen Konferenz in London bittet der palästinensische Präsident Abbas die Staatengemeinschaft um Hilfe beim Aufbau seines Landes. An der Konferenz nehmen Vertreter von 23 Staaten sowie von EU, UN, Weltbank und Internationalem Währungsfonds teil. Israel bleibt den Beratungen fern.

Bei Gefechten mit maoistischen Rebellen in Nepal werden 48 Untergrundkämpfer und vier Soldaten getötet.

2. März 2005

Die Unionsvorsitzenden Angela Merkel (CDU) und Edmund Stoiber (CSU) fordern die Bundesregierung zu einem gemeinsamen Pakt gegen die Arbeitslosigkeit auf. Dies wird von SPD und Grünen zurückgewiesen.

Der Armutsbericht der Bundesregierung weist aus, dass der Anteil der von einem Armutsrisiko betroffenen Menschen in Deutschland seit 1998 von 12,1 auf 13,5 Prozent gestiegen ist. Diese Schwelle liegt bei 60 Prozent des mittleren Einkommens, was einem Betrag von monatlich 938 Euro entspricht. Während die unteren 50 Prozent der Haushalte weniger als 4 Prozent des gesamten Vermögens haben, besitzen die reichsten 10 Prozent knapp 47 Prozent des Vermögens.

Nach jahrelangen Defiziten haben die deutschen Krankenkassen 2004 einen Überschuss von mehr als vier Milliarden Euro erzielt.

Bei einem Angriff der UN-Friedenstruppe im Kongo werden mindestens 60 Milizionäre getötet. Die Offensive richtet sich gegen die Front Nationaliste et Intégrationiste (FNI), die für den Tod von neun Blauhelmsoldaten am 25.2. verantwortlich gemacht werden.

3. März 2005

Die EU-Kommission kritisiert den Umgang der öffentlich-rechtlichen Sender mit Rundfunkgebühren und fordert die Bundesregierung zu einem Bericht auf.

In Indonesien wird der islamische Geistliche Abu Bakir Bashir als Drahtzieher des Anschlags auf der indonesischen Ferieninsel Bali zu 30 Monaten Gefängnis verurteilt. Bei dem Terrorakt kamen im Oktober 2002 202 Menschen ums Leben, vor allem Touristen aus Australien.

Der amerikanische Abenteurer Steve Fossett fliegt mit seinem Kleinflugzeug "GlobalFlyer" als erster Mensch ohne Zwischenstopp und ohne Auftanken in 67 Stunden um die Welt.

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