Jahresrückblick
T-Aktie ist der Dax-Verlierer des Jahres

Die Aktionäre der Deutschen Telekom sind vom Pech verfolgt. Auch 2005 hinkte das Papier hinter seinen erfolgreichen Dax-Kameraden her. Es ging sogar tüchtig bergab.

HB FRANKFURT. Während der Dax rund 25 Prozent an Wert gewann, verlor die T-Aktie 15 Prozent - und entwickelte sich damit noch deutlich schlechter als die Aktien des Handelskonzerns Metro (minus 4,8 Prozent) und des Chipherstellers Infineon (minus 2,5 Prozent). Dabei hatten vor Jahresfrist mehrere Banken die T-Aktien als Top-Anlage empfohlen.

"Die Telekom hat letztlich das Problem, dass die meisten anderen Dax-Unternehmen strategische Weiterentwicklungen in der Pipeline haben. Dagegen verliert die Telekom Marktanteile vor allem im Festnetzbereich", erklärte ein Händler die Entwicklung in diesem Jahr. Aus den Negativ-Schlagzeilen kommt die Telekom nicht heraus. Die Ankündigung, 32&nbps;000 abzubauen, führte am Montag zu Massenprotesten der Mitarbeiter.

Auch am Montag hinkten die Telekom-Aktien dem Dax hinterher. Mit einem Plus von etwa 0,5 Prozent legten die T-Aktien weniger als der Dax zu, der 0,8 Prozent vorrückte. Mit einem Kurs von 14,09 Euro notierten sie sogar unter dem Ausgabepreis des ersten Börsengangs im November 1996 - selbst wenn man den Rabatt, den Privatanleger damals bekamen, mitrechnet und einen Startpreis von 14,32 Euro zu Grunde legt. Wer beim zweiten Börsengang im Juni 1999 mit 39,50 Euro oder gar beim dritten Börsengang im Jahr 2000 mit 66,50 Euro als Telekom-Aktionär einstieg, blickt auf drastische Verluste im Portfolio.

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Die Deutsche Telekom kämpft seit der Liberalisierung des Telefonmarktes mit vielen Konkurrenten, die den Branchenführer mit immer neuen Preissenkungen im Mobilfunk, im Festnetz und bei Breitbandanschlüssen herausfordern. "Die Telekom ist in allen Segmenten einem starken Wettbewerb ausgesetzt. Die Intensität des Wettbewerbs war schon überraschend", sagte Helaba-Analyst Holger Bosse. Er hat die T-Aktien mit "Halten" eingestuft. "Die Aktie ist langsam wieder auf einem Niveau, auf dem sie interessant werden könnte." Zwar blieben die Rahmenbedingungen grundsätzlich schwierig. Für die Aktie spreche aber die niedrige Bewertung und die zu erwartende Dividende.

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