James Watsons Auszeichnung
Reicher Russe ersteigert Nobel-Medaille zurück

1962 erhielt James Watson den Nobelpreis für Medizin. Seine Medaille hat der heute 86-Jährige allerdings verkauft. Nun hat der reichste Mensch Russlands die Auszeichnung ersteigert, um sie dem Forscher zurückzuschenken.
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MoskauEin reicher Russe hat die Nobel-Medaille des US-Mediziners James Watson ersteigert, um sie ihm zurückzuschenken. Der Magnat Alischer Usmanow habe die Goldmedaille für 4,75 Millionen Dollar (3,9 Millionen Euro) bei der Auktion vergangene Woche gekauft, um sie seinem Besitzer zurückzugeben, teilte Usmanows Konzern USM am Mittwoch mit. So könne Watson den Erlös wie gewünscht an Forschungsinstitute in den USA spenden – und trotzdem seine Medaille besitzen. Mit einem geschätzten Vermögen von 18,6 Milliarden Dollar ist Usmanow der reichste Mensch Russlands.

James Watson hatte den Nobelpreis für Medizin 1962 für die Entdeckung der Doppelhelixstruktur der DNA erhalten. Dies war eine der wichtigsten Entdeckungen der Menschheit. Im Jahr 2007 hatte er jedoch mit Äußerungen in der „Sunday Times“ für Empörung gesorgt, wonach Afrikaner weniger intelligent als Amerikaner und Europäer sind. Der heute 86-Jährige gab zu, seine Nobel-Medaille auch aus Geldnot verkauft zu haben.

Die Medaille war bei der Auktion von Christie's vor einer Woche binnen Minuten versteigert worden. Usmanow erklärte nun, er habe die Medaille erworben, um damit die Leistung Watsons für die Wissenschaft zu würdigen.

„Seine Arbeit hat zur Forschung zu Krebs beigetragen, einer Krankheit, an der mein Vater gestorben ist. Es ist wichtig für mich, dass das Geld, das ich für diese Medaille ausgegeben habe, der Forschung zugute kommt und die Medaille bei dem bleibt, der sie verdient hat“, erklärte der milliardenschwere Philanthrop.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Natürlich gibt es Zweifel, ob Usmanow seine Milliarden rechtmäßig verdient hat. Trotzdem ist es eine schöne Geste von ihm, die Medaille zu kaufen und zurückzugeben. Schön ist auch, dass das Handelsblatt diese Geschichte bringt, ohne gleich zu hinzuzufügen: "Aber trotzdem ist dieser reiche Russe böse."

    Wir Leser wollen Informationen. Meinungen sollten als solche gekennzeichnet werden. Dieser Artikel ist angenehm sachlich. Und ich gebe zu, dass ich auch gern mal eine nette Geschichte höre. Danke!



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