Jamie-Lee Kriewitz: 17-Jährige singt für Deutschland beim ESC in Stockholm

Jamie-Lee Kriewitz
17-Jährige singt für Deutschland beim ESC in Stockholm

Jamie-Lee Kriewitz wird Deutschland beim Eurovision Song Contest Mitte Mai in Stockholm vertreten. Die 17-Jährige hat sich am Donnerstag gegen die zwei letzten Konkurrenten behaupten können.

KölnJamie-Lee Kriewitz wird Deutschland beim Eurovision Song Contest (ESC) am 14. Mai in Stockholm vertreten. Die 17-jährige Schülerin aus Springe bei Hannover gewann am Donnerstagabend in Köln mit ihrem Song „Ghost“ den deutschen Vorentscheid. Beim Zuschauervoting erhielt die „Voice of Germany“-Gewinnerin vom vergangenen Dezember im zweiten Wertungsdurchgang 44,5 Prozent der Stimmen und boxte damit auch noch die letzten zwei verbliebenen Konkurrenten, Alex Diehl (28) und Avantasia, aus dem Feld.

Zuvor hatte sie sich schon gegen sieben weitere Mitbewerber durchgesetzt. Ihr Outfit und ihre Show sind inspiriert vom asiatischen Manga-Stil, ihr Titel „Ghost“ war schon in den Charts und ist modern produzierter Pop. Bereits vor ihrem Sieg war sie mit der ESC-Gewinnerin von 2010, Lena, verglichen worden, die ebenfalls aus Hannover kam und auch erst 17 war, als sie den Vorentscheid gewann. „Ich kann mit Lena-Vergleichen sehr gut leben“, sagte Jamie-Lee nach der Sendung. „Sie hat schon 'ne Vorbildfunktion für mich.“

Moderatorin Barbara Schöneberger (41) hatte zu Beginn der Show sicherheitshalber klargestellt: „Wir haben eine Regeländerung im Vergleich zum Vorjahr: Der, der gewinnt, muss dann auch tatsächlich antreten.“ Damit spielte sie darauf an, dass der letztjährige Vorentscheid-Gewinner Andreas Kümmert nach der Bekanntgabe des Abstimmungsergebnisses überraschend erklärt hatte, er könne die Wahl leider nicht annehmen. Nachrückerin Ann Sophie holte anschließend in Wien keinen einzigen Punkt. Jamie-Lee erklärte klipp und klar: „Natürlich nehm ich die Wahl an.“ Sie habe „unheimlich viel Bock“ auf Stockholm.

Am Donnerstag musste die minderjährige Jamie-Lee die Bühne aus Gründen des Jugendarbeitsschutzes um 23 Uhr verlassen. Der vom NDR vorgesehene Sieger-Auftritt im ARD/ZDF-„Morgenmagazin“ am frühen Freitagmorgen musste entfallen, weil zwischen ihrem Bühnenabtritt am Donnerstag und dem nächsten öffentlichen Auftritt zwölf Stunden liegen müssen wie der ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber nach der Show bei der Pressekonferenz erläuterte.

Der federführende NDR hatte ursprünglich im Alleingang entschieden, dass Xavier Naidoo für Deutschland nach Stockholm fahren sollte. Wegen heftiger Proteste machte der Sender jedoch einen Rückzieher und stellte doch wieder zehn Kandidaten zur Wahl. Ob die Zuschauer eine gute Entscheidung getroffen haben, wird sich am 14. Mai zeigen, wenn der ESC in Stockholm ausgetragen wird.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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