Japans Westküste Schiff mit vermutlich nordkoreanischen Leichen gestrandet

Es sind so viele wie lange nicht mehr: Bereits mehr als 100 Boote sind an der japanischen Küste gestrandet. Nun ist sind erneut Tote entdeckt worden. Es soll sich höchstwahrscheinlich um Nordkoreaner handeln.
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Besonders im Winter immer wieder Dutzende Fischerboote, teils voll mit Leichen, in Japan an Land gezogen. Quelle: dpa
Japanische Küstenwache

Besonders im Winter immer wieder Dutzende Fischerboote, teils voll mit Leichen, in Japan an Land gezogen.

(Foto: dpa)

Tokio An Japans Westküste ist erneut ein verlassenes Boot mit Toten entdeckt worden, die vermutlich aus Nordkorea stammen. Wie lokale Medien am Dienstag meldeten, handelt es sich um sieben Leichen. Verweste Leichenteile seien zudem neben dem Boot gefunden worden. Das Holzboot war Tage zuvor vor der Küste der Stadt Kanazawa entdeckt worden, doch wegen hoher Wellen konnte die Polizei das Boot nicht gleich erreichen. Seit Jahren werden vor allem im Winter immer wieder Dutzende Fischerboote, teils voll mit Leichen, in Japan an Land gezogen. Die Schiffe stammen höchstwahrscheinlich aus Nordkorea.

In diesem Jahr sind es so viele wie lange nicht mehr: Die japanische Küstenwache zählte bereits mehr als 100 angetriebene Boote. Experten vermuten, dass die Häufung mit den internationalen Sanktionen gegen Nordkorea wegen dessen Atom- und Raketentests zusammenhängen. Es könnte Lebensmittelknappheit sein, die die Fischer zwingt, mehr Fische zu fangen und dafür weiter auf das Japan-Meer hinauszufahren. Ihre Holzboote verfügen jedoch über keine modernen Navigationsgeräte, die Motoren an Bord sollen zudem in schlechtem Zustand sein. Wenn die Maschinen ausfallen, treiben die Fischer hilflos auf dem Meer.

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