Jeanne-Marie vermutlich tot
Triebtäter gesteht Kindestötung

Der gewaltsame Tod der kleinen Jessica aus Thüringen ist weitgehend aufgeklärt, ein mehrfach Vorbestrafter ist der mutmaßliche Täter. Er gestand, die Sechsjährige aus Metzels auf dem Heimweg vom Kindergarten gewürgt und erstochen zu haben.

HB MEININGEN/RHINAU/CUXHAVEN. Auch im Fall der vermissten Jeanne-Marie aus dem Elsass gibt es erste Ermittlungserfolge. Das Mädchen ist laut Staatsanwaltschaft vermutlich von einem betrunkenen 34-Jährigen, der keinen Führerschein hatte, mit dem Auto angefahren worden. Jeanne-Marie sei dann von dem Mann mitgenommen worden und wahrscheinlich an ihren Verletzungen gestorben, teilte Staatsanwalt Jacques Louvel am Mittwoch in Straßburg mit. Von dem Kind fehlt seit Freitag jede Spur.

Der 38 Jahre alte Triebtäter, ein Gelegenheitskellner aus Erfurt, hat nach eigenen Angaben Jessica am Dienstag in sein Auto gelockt und im Wald getötet. Er kannte sein Opfer. Als Motiv gab der Mann an, er habe einen inneren Zwang verspürt, dem Kind Schmerz zuzufügen und es zu töten, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Franz Trost am Mittwoch in Meiningen. Gegen den 38-Jährigen wurde Haftbefehl erlassen.

Kurz nach der Tat hatte sich der Mann bei der Staatsanwaltschaft mit den Worten gemeldet: „Ich habe vor einer Stunde ein Kind getötet. Ich will einen Staatsanwalt sprechen.“ Das Mädchen wurde laut Staatsanwalt mit mehreren Messerstichen getötet. Zunächst war unklar, ob das Mädchen sexuell missbraucht wurde. „Die Leiche war bekleidet“, sagte der Leiter der Suhler Kriminalpolizei, Matthias Kehr.

Der 38-Jährige hat nach Angaben des Staatsanwaltes wegen Vergewaltigung sowie sexuellen Missbrauchs von Kindern mehrjährige Haftstrafen verbüßt und steht derzeit wegen schweren Diebstahls unter Bewährung. Der Mann kannte sein Opfer, da seine Freundin im Haus des Mädchens in Metzels wohnt. Die Leiche von Jessica hatte die Polizei am Dienstag in einem Wald in der Nähe ihres Wohnhauses gefunden.

Im Unfallauto im Elsass habe auch der 16 Jahre alter Bruder des Fahrers gesessen, hieß es. Er soll dabei geholfen haben, das Mädchen aus Rhinau vom Unfallort fortzubringen. Die Staatsanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren gegen die beiden Brüder wegen des Verdachts auf Entführung mit Todesfolge ein. Gegen vier weitere Personen wird wegen unterlassener Hilfeleistung ermittelt.

Unterdessen tappt die Polizei sieben Wochen nach dem Verschwinden der acht Jahre alten Levke aus dem niedersächsischen Cuxhaven noch immer im Dunkeln. „Wir ermitteln weiter in alle Richtungen, aber die entscheidende Spur fehlt noch“, sagte Polizeisprecher Bernd Osterndorf. Die Sonderkommission werte inzwischen 1500 Hinweise aus. Levke wird seit dem 6. Mai vermisst.

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