Jemen
Acht Soldaten bei Vulkanausbruch getötet

Auf einer zum Jemen gehörenden kleinen Insel im Roten Meer sind acht Soldaten bei einem Vulkanausbruch ums Leben gekommen. Mindestens acht weitere Menschen werden seit dem Ausbruch auf See vermisst. Die Ursache der Eruption wird in einer Reihe von Erdbeben am Sonntagabend vermutet.

HB SANAA. Ein Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums erklärte am Montag, dass der westliche Teil der Insel Dschabal al-Tair nach dem Vulkanausbruch ins Meer abgesackt sei. Die Eruption habe die Lava hunderte von Metern in die Luft geschleudert, sagte ein kanadischer Militärsprecher. Die gesamte drei Kilometer lange Insel erglühe von Lava, die in die See fließe. Die Insel liegt etwa 130 Kilometer vom jemenitischen Festland entfernt.

Auf Bitten der jemenitischen Küstenwache unterstütze ein kanadisches Schiff die Suche nach den Vermissten, teilte die kanadische Marine mit. Das Schiff gehöre zu einer Nato-Flotte, die zum Zeitpunkt des Ausbruchs nach Norden Richtung Suez-Kanal unterwegs gewesen sei. Die jemenitische Nachrichtenagentur Saba berichtete von acht Vermissten. Die gesamte drei Kilometer lange Insel erglühe von Lava, die in die See fließe. Die Insel Dschasirt Mount al-Tair liegt etwa 140 Kilometer vom jemenitischen Festland entfernt.

Die jemenitische Nachrichtenagentur Saba meldete, der westliche Teil der drei Kilometer langen Insel Dschabal al Tair sei von Erdrutschen verschüttet worden. Die kleine Insel ist bis auf eine Militäreinrichtung unbewohnt. Laut Saba wurden alle Soldaten von der Insel evakuiert. Mit Schiffen werde nach acht Vermissten gesucht. Die jemenitische Regierung bat den Nato-Verband um Hilfe bei der Suche nach den Vermissten. Deren nächst positioniertes Schiff, die „HMCS Toronto“, begab sich zu der an einer internationalen Schifffahrtsroute gelegenen Insel.

Der Nato-Verband war auf dem Weg zum Suezkanal, als ihre Besatzungen Augenzeugen des Vulkanausbruchs wurden. Die Insel, deren arabischer Name Vogelinsel bedeutet, liegt etwa 115 Kilometer vor der jemenitischen Küste im Roten Meer. Ein kanadischer Presseoffizier, Ken Allen, schrieb in einer E-Mail, die gesamte Insel glühe. „Die Lava fliegt hunderte Meter in die Luft, Vulkanasche bis zu tausend“, schrieb er weiter. Nach Angaben des Washingtoner Smithsonian-Instituts hatte es zuletzt 1883 eine vulkanische Eruption auf der Insel gegeben.

Dem Ausbruch ging Saba zufolge eine Serie leichter Erdbeben voran. Fischer und andere Seefahrer sei schon vor dem Ausbruch empfohlen worden, die Region zu meiden.

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