Jemen
Französische Geiseln freigelassen

Vier französische Touristen, die im Jemen entführt worden waren, sind am Montag nach gut zwei Wochen Geiselhaft freigelassen worden. Dies bestätigten Stammeskreise in der Hauptstadt Sanaa.

HB SANAA. Die vier französischen Touristen sind sollten noch am Montag in der Hauptstadt Sanaa ankommen, hieß es weiter. Die Entführten seien einem jemenitischen Abgeordneten übergeben worden, der mit den Geiselnehmern über die Freilassung verhandelt hatte.

Stammesangehörige hatten die Touristen am 10. September in der südöstlichen Provinz Schabwa entführt. Sie hatten mit der Tötung der Geiseln gedroht und wollten so inhaftierte Stammesmitglieder freipressen. Unklar ist, ob die Kidnapper ihr Ziel erreicht haben. Die jemenitische Regierung hatte Truppen entsandt, um die Freilassung der Touristen zu erreichen.

Die Entführer sollen zum Al-Abdullah-Stamm gehören - demselben Stamm, der Sicherheitskreisen zufolge Ende 2005 auch den früheren deutschen Außenamts-Staatssekretär Jürgen Chrobog und dessen Familie entführt hatte. Die Familie war drei Tage in der Gewalt der Kidnapper.

In dem arabischen Land sind in der Vergangenheit immer wieder Ausländer verschleppt worden. Die Entführer wollen damit die Regierung dazu zwingen, ihre Lage durch den Bau von Schulen oder Straßen zu verbessern. Die meisten Geiseln wurden unverletzt wieder freigelassen.

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