Jenseits von Theben
Der Vergangenheit auf der Spur

Viele Kinder träumen davon, später einmal Forscher zu werden. Das Spiel „Jenseits von Theben“ erfüllt uns diesen Wunsch. Als Archäologen reisen wir durch die Welt, durchstöbern Bibliotheken, besuchen Kongresse und schürfen anschließend nach wertvollen Zeugen der Vergangenheit.

DÜSSELDORF. Archäologen haben sicher einen der spannendsten Berufe überhaupt. Sie reisen durch fremde Länder, graben in Schuttfeldern, und fördern am Ende märchenhafte Schätze zu Tage, die sie dann in Ausstellungen einem faszinierten Publikum zeigen. Auch der bisher wenig bekannte Spieleautor Peter Prinz scheint von der Archäologie begeistert zu sein: Sein Spiel „Jenseits von Theben“ ist eine erstaunlich realistische Umsetzung des Archäologen-Alltags.

Bei Jenseits von Theben erleben wir drei Jahre im Leben eines Archäologen. Wir machen uns auf, um in Griechenland, Ägypten, Kreta, Palästina oder Mesopotamien wertvolle Schätze zu finden. Das geht nicht ohne gute Vorbereitung, soll unsere Expedition von Erfolg gekrönt sein.

Also investieren wir die ersten Wochen des Jahres, in denen wir verschiedene Städte Europas bereisen und dort Fachwissen über die verschiedenen Länder sammeln. Haben wir genug Wissen erlangt, eventuell auch Assistenten für unser Projekt gewonnen und Hinweise aus der Bevölkerung bekommen, lohnt das Risiko einer Ausgrabung.

Prinz hat all diese Elemente genial einfach in sein Spiel eingebaut. Taktgeber des Spiels ist die Zeitleiste, die den Spielplan umgibt. Auf ihr tragen wir ab, wie viel Zeit wir für jede Aktivität verwenden. Jede Forschungsreise, bei der wir neue Fähigkeiten erlangen, kostet Zeit. Ebenso das Anwerben von Mitarbeitern und der Besuch von Kongressen. Je mehr Zeit wir in diese Vorbereitungen investieren, desto professioneller arbeiten wir anschließend bei den Ausgrabungen.

Aber Achtung: Wenn Zeit vertrödeln, rächt sich dies grausam: Die Konkurrenz schläft nicht. Es ist sinnvoll, ein Ausgrabungsgebiet als erster zu bearbeiten, denn in den Grabungssäckchen befinden sich wertvolle Artefakte ebenso wie wertloser Schutt. Während die Schätze nach einer Grabung in den eigenen Besitz übergehen, wandert der Schutt zurück in den Beutel. Die Chancen, Schätze zu heben, sinken also mit jeder Grabung. Haben wir Schätze gefunden, sollten wir diese auch der breiten Öffentlichkeit zeigen. Wieder ist Reisen angesagt, denn die Ausstellungsplätze sind begrenzt und begehrt.

Jenseits von Theben überzeugt auf der ganzen Linie. Besonders faszinierend ist der lebensnahe Ablauf, der uns intuitiv an das Spiel heranführt, ebenso wie die Zeitleiste: Am Zug ist immer der Spieler, der am weitesten hinten steht. Das ist logisch. Wer viel Zeit in eine Aktion investiert, zum Beispiel Grabungen, ist blockiert und kommt erst später wieder an die Reihe. Und da uns nur drei Jahre zur Verfügung stehen, ist die Zeit eben der begrenzende Faktor, mit dem wir sparsam umgehen müssen. Durch diese ungewöhnliche Konstruktion reiht sich Jenseits von Theben in die besten Spiele des Jahres ein.

Jenseits von ThebenQueen-Games

2 - 4 Spieler ab 10 Jahren
ca. 60 Min
ca. 30 Euro

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