Johannes Paul II
Seligsprechung in Rekordtempo

Die Seligsprechung von Papst Johannes Paul II. ist die schnellste aller Zeiten - und wird deshalb von der Öffentlichkeit in besonderem Maße beäugt. Alle Fakten zur Seligsprechung und wie es dazu kam.
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RomSanto subito - der Wunsch vieler Katholiken ist jetzt Wahrheit geworden. Papst Benedikt XVI. hat seinen verstorbenen Vorgänger Johannes Paul II. seliggesprochen - die Vorstufe zur tatsächlichen Heiligsprechung. Hunderttausende Pilger und Gläubige aus der gesamten Welt versammelten sich zu der Zeremonie auf dem Petersplatz in Rom. „Und heute ist der erwartete Tag gekommen, er ist schnell gekommen, weil es dem Herrn so gefallen hat: Johannes Paul II. ist selig“, erklärte Papst Benedikt.

Die Polizei schätzte die Zahl der Pilger auf 1,5 Millionen. Viele hatten die Nacht auf dem Petersplatz verbracht, um bei der Zeremonie eine gute Sicht zu haben. An der Zeremonie nahmen auch zahlreiche Staatsvertreter sowie Mitglieder des europäischen Adels teil. Insgesamt waren 90 Delegationen aus der ganzen Welt vertreten, darunter auch der umstrittene Präsident von Simbabwe, Robert Mugabe. Er darf zwar nicht in die Europäische Union reisen - der souveräne Kleinstaat Vatikan ist jedoch kein Mitglied der Gemeinschaft.

In seiner Predigt wurde Benedikt sehr persönlich und sprach von seinen Erinnerungen an seinen Vorgänger, dessen Pontifikat 1978 begonnen hatte. „Mein Dienst wurde durch seine spirituelle Tiefe und den Reichtum seiner Intuition getragen. Sein beispielhaftes Beten hat mich immer berührt und erbaut“, sagte der 84-Jährige. Johannes Paul habe die Gesellschaft, die Kultur, die Bereiche der Politik und der Wirtschaft für Christus geöffnet. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, sagte bei einer Predigt in Münster: „Er hat Geschichte geschrieben, wie nur wenige Päpste zuvor, und hat die Kirche in das neue Jahrtausend geführt."

Bereits am Freitag war der Sarg aus der Krypta geholt worden. Er wurde im Petersdom vor dem Hauptaltar aufgestellt. Bevor er seinen neuen Platz in der Basilika einnimmt, können ihn sich dort alle Gläubigen anschauen.

Die Zeremonie zur Seligsprechung ist die letzte Stufe vor einer Heiligsprechung. Das kirchliche Verfahren zur Seligsprechung kann normalerweise erst fünf Jahre nach dem Tod einer Person beginnen. Zudem dauert die Prüfung häufig Jahrzehnte. Papst Benedikt hatte diese Regel nach dem Kirchenrecht außer Kraft gesetzt. Johannes Paul wird eine Wunderheilung zugesprochen. Eine französische Nonne, bei der die Parkinson-Krankheit festgestellt wurde, betete nach eigener Aussage um die Fürsprache von Johannes Paul. Die Krankheit sei dann auf unerklärliche Weise verschwunden. Die Nonne nahm auch an der Zeremonie am Sonntag teil.

Die schnelle Seligsprechung des Papstes findet in der katholischen Kirche eine überwältigende Zustimmung. Vereinzelt gibt es jedoch auch Kritik. Liberale bringen Johannes Paul mit dem Missbrauchsskandal in Verbindung, der die Kirche zuletzt tief erschütterte.

Johannes Paul II. wird eine Wunderheilung zugesprochen. Eine französische Nonne, bei der die Parkinson-Krankheit festgestellt wurde, wandte sich nach eigener Aussage in Gebeten an den 2005 gestorbenen Johannes Paul. Die Krankheit sei dann auf unerklärliche Weise verschwunden. Die Zeremonie zur Seligsprechung ist die letzte Stufe vor einer Heiligsprechung. Das kirchliche Verfahren zur Seligsprechung kann normalerweise erst fünf Jahre nach dem Tod einer Person beginnen. Papst Benedikt durfte diese Regel nach dem Kirchenrecht aber außer Kraft setzen.

Die Seligsprechung ist wichtige Voraussetzung für eine spätere Heiligsprechung. Zahlreiche Gläubige und einige Kardinäle hatten schon 2005 bei der Beerdigung des populären Karol Wojtyla gefordert: „Santo subito“ (heilig sofort). Doch das wollte Benedikt nicht.

Kommentare zu " Johannes Paul II: Seligsprechung in Rekordtempo"

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  • selbst entscheiden, ob und wie er/sie sich beteiligt"
    Die Kirche ist eine Institution für die Gläubigen und die ist freiwillig.
    Das Glauben ohne Kirche ist auch möglich.
    Kinderschänder sind überall (leider) und vor allem in dem Familienkreis (wieder leider).
    Also lassen wir die Kirche im Dorf.

    Der Papst Johannes Paul II war ein wunderbarer Mensch, Er ist von Massen geehrt, ob jung oder als, arm oder reich. Er hat viel für die Welt und Frieden getan (Zerfall des Ostblocks, also auch die deutsche Einheit ist Ihm zu verdanken).
    Wäre Er nicht aus Polen, hätten die Deutschen Ihn auch besser gesehen und geehrt, oder?

  • Nicht jeder Katholik ist Kinderschänder

  • Guten Tag;.... Gott hab Ihn selig. Mir gefaellt an dem gangen Unfug am besten die Englische Uebersetzung.* beatified *....... Herr lass es Abend werden; Morgen wird's von selber. Den Saecken gelingt es immer wieder dem Volk das Geld aus der Tasche zu ziehen. Dies war eine boese Woche;.... erst die Affen in England und jetzt die Kinderschaender und Tunten in Rom. Besten Dank

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