Jolie präsentiert Film
Angelinas Audienz beim Papst

Queen und Präsidenten kennt sie schon persönlich – und nun auch den Papst: Schauspielerin Angelina Jolie traf den Pontifex nach der Vorführung ihres neuen Kriegsdramas „Unbroken“ im Vatikan.
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RomDie Queen kennt sie schon – und Präsidenten rund um den Globus auch: Nun hat Hollywoodstar Angelina Jolie (39) im Vatikan ihren neuen Film „Unbroken“ gezeigt und anschließend den Papst getroffen. Es sei eine Ehre, mit ihrer Regiearbeit „Unbroken“ im Vatikan eingeladen zu sein, erklärte Jolie am Donnerstag laut Nachrichtenagentur Ansa. „Das ist ein Tribut für die Geschichte, die ich in „Unbroken“ erzählt habe.“ Laut Vatikanzeitung „L'Osservatore Romano“ traf Jolie nach der Vorführung kurz den Pontifex.

Das Kriegsdrama, das sich auch um die Themen Glaube und Vergebung dreht, sollte in der Villa Casina Pio IV. im Vatikan gezeigt werden. Der Film kommt am 15. Januar in die deutschen Kinos. In Jolies zweiter Regiearbeit geht es um die Geschichte des US-Amerikaners Louis Zamperini, der im Zweiten Weltkrieg den Absturz seines Kampfflugzeugs überlebt. Jolie wurde in Rom laut Ansa von Zamperinis Sohn, Luke, begleitet.

Der Film hat eigentlich alles, was ein großes Hollywood-Epos braucht: Die tragische Lebensgeschichte von Zamperini. Ein ausgeklügeltes Drehbuch der legendären Regie-Brüder Joel und Ethan Coen („No Country for Old Men“, „Fargo“). Dramatische Filmmusik von Alexandre Desplat („Philomena“, „The King's Speech“). Solide Darsteller wie Jack O'Connell („'71“, „300: Rise of an Empire“) als Louie und den japanischen Popstar Miyavi als seinen brutalen Peiniger. Als Regisseurin die weltberühmte, hinter der Kamera extrem ambitionierte Oscar-Preisträgerin Angelina Jolie. Und: Nach 137 Minuten voller Gewalt und Todesangst ein versöhnliches Ende.

Doch der aufwendigen Produktion fehlt nach Ansicht von Kritikern eine entscheidende Zutat: Emotionale Anteilnahme und Wärme, wie sie differenzierter gezeichnete, auch mit Grautönen ausgestattete Charaktere hätten vermitteln können. So bleibe „Unbroken“ letztlich perfektes, aber allzu glattes „Überwältigungs-Kino“. Jolie wolle das Publikum im Strudel der dramatischen Ereignisse mitreißen - lässt es am Ende aber eher mit einem distanzierten, fast sachlichen Gefühl zurück.

Vor allem die ausufernden, blutigen Gewaltszenen bleiben im Gedächtnis und hinterlassen ein merkwürdig schales Gefühl beim Zuschauer. Zamperini macht in japanischen Kriegsgefangenenlagern Furchtbares durch. Mit seinem Aushalten und Durchhalten gibt er den Mitgefangenen Kraft.

Die Demütigungen und Folterungen gipfeln in einer symbolischen Szene auf einem Kohle-Abladeplatz, in der Louie minutenlang einen schweren Balken an den ausgestreckten Armen in die Luft halten muss - und dabei an den gekreuzigten Christus erinnert.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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