Jüngere Leute kommen besser mit dem Euro zurecht
Deutsche wollen D-Mark zurück

Mehr als die Hälfte der Deutschen wünscht sich nach einer von der Dresdner Bank in Auftrag gegebenen Umfrage die D-Mark zurück. Demnach würden 54,3 Prozent der Befragten eine Rückkehr zur „alten“ Währungseinheit begrüßen, während sich bislang nur 42,6 Prozent mit der europäischen Gemeinschaftswährung anfreunden können.

HB DÜSSELDORF. Besonders auffällig beim Ergebnis der Demoskopen: Auch drei Jahre nach Einführung des Euro-Bargeldes rechnen drei von vier Bürgern (75,4 Prozent) bei ihrem Einkauf die Preise im Kopf in D-Mark um. Dennoch wünschen sich nur 27,5 Prozent Verbraucher, die von der mit der Umfrage beauftragten Forschungsgruppe Wahlen befragt wurden, dass Gastronomie und Handel dazu verpflichtet werden, ihre Preise doppelt auszuzeichnen.

Generell kommen jedoch jüngere Leute besser mit dem Euro zurecht als ältere. Bei den unter 30-jährigen liegt den Angaben der Dresdner Bank zufolge die Euro-Zustimmung bei rund 50 Prozent, während nur rund 40 Prozent der über 60-jährigen die neue Währung akzeptieren.

Auch drei Jahre, nachdem sich in den Portemonnaies der Bundesbürger nur noch der Euro tummeln sollten, sind nach Angaben der Deutschen Bundesbank noch rund 15 Milliarden D-Mark vor allem an Münzen immer noch nicht umgetauscht. Dies ist bei der Bundesbank und den Landeszentralbanken zeitlich unbegrenzt und kostenlos möglich. Banken und Sparkassen bieten diesen Service jedoch nur noch in Ausnahmefällen an. Und auch Aktionen wie die der Textilhandelskette C&A, in deren Filialen man im diesjährigen Weihnachtsgeschäft wieder mit der D-Mark bezahlen kann, stufen Experten eher als geschicktes Marketing ein, denn als stillschweigendes Bekenntnis zu einer quasi doppelten Preisberechnung.

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