Jugendliche liefern sich Straßenkämpfe mit der Polizei
Wieder Krawalle in Pariser Vorort

Etwa 400 überwiegend junge Randalierer haben sich in der zweiten Nacht in Folge in dem Pariser Vorort Clichy-sous-Bois Straßenkämpfe mit der Polizei geliefert und Autos in Brand gesteckt.

HB PARIS. Auf ein Fahrzeug der Bereitschaftspolizei wurde während der Auseinandersetzungen in der Nacht zum Samstag geschossen, teilte ein Sprecher der Einsatzkräfte mit. Sieben Polizisten wurden leicht verletzt, insgesamt 14 junge Leute in Polizeigewahrsam genommen. Die Jugendbanden haben nach den Angaben unter anderem 29 Fahrzeuge angezündet, die Polizei antwortete auf die Angriffe mit Tränengas.

Der noch unaufgeklärte Unfalltod von zwei Jugendlichen hatte bereits in der Nacht zum Freitag zu Unruhen in Clichy-sous-Bois geführt. Drei Jugendliche waren, angeblich auf der Flucht vor der Polizei, über die Absperrung eines Transformators geklettert. Zwei von ihnen, 14 und 17 Jahre alt, starben durch Stromschläge, der dritte Jugendliche wurde schwer verletzt.

Die zuständige Präfektur bestritt, dass es „eine Verfolgungsjagd der Polizei“ gegeben habe. Innenminister Nicolas Sarkozy hatte betont, die Beamten seien nach eigenen Angaben nicht gegen die drei Jugendlichen vorgegangen.

Hunderte von Menschen haben in einem Schweigemarsch zum Ort des Geschehens der beiden toten Jugendlichen gedacht. Der sozialistische Bürgermeister von Clichy-sur-Bois, Claude Dilain, sagte vor dem Gedenkmarsch, Sarkozy habe ihm eine unabhängige Untersuchung zu dem Ablauf der Ereignisse zugesichert.

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