Jugendstrafen für Schüler
Urteile im Hildesheimer Misshandlungsprozess

Drei Schüler hatten ihren 17-jährigen Klassenkameraden monatelang misshandelt und sexuell gedemütigt. Das Landtagsgericht Hildesheim hat sie nun verurteilt.

HB HILDESHEIM. Für die monatelange Misshandlung eines Klassenkameraden hat das Hildesheimer Landgericht am Mittwoch drei Berufsschüler zu Jugendstrafen zwischen 15 und 18 Monaten verurteilt. Die anderen sechs Angeklagten erhielten Bewährungsstrafen, Dauerarrest oder müssen soziale Arbeitsstunden ableisten. Das teilten Staatsanwalt und Verteidiger unmittelbar nach der Verhandlung mit.

Die 16- bis 18-Jährigen hatten gestanden, ihr Opfer immer wieder während des Unterrichts gequält und sexuell gedemütigt zu haben. Einige der Taten nahmen sie auf Video auf und stellten sie ins Internet. Wegen der Geständnisse blieb dem 17-Jährigen eine detaillierte Zeugenaussage vor Gericht erspart.

Das Gericht blieb mit seinem Urteil etwas unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die für die drei Haupttäter Jugendstrafen bis zu 22 Monaten gefordert hatte. Richter, Verteidiger und Staatsanwälte hatten sich bereits am ersten Prozesstag darauf geeinigt, wie die Jugendlichen höchstens bestraft werden sollen. Ursprünglich waren elf Schüler - die ganze Klasse - angeklagt, das Verfahren gegen zwei von ihnen wurde im Verlauf des Prozesses aber eingestellt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%