Jury hat entschieden
„Herdprämie“ ist Unwort des Jahres

„Herdprämie“ ist das Unwort des Jahres 2007. Das teilte Jury-Sprecher Horst Dieter Schlosser am Dienstag in Frankfurt mit. Er gab auch bekannt, welche Wörter auf den Plätzen folgen.

HB FRANKFURT. Auf den zweiten Platz wählte die Experten-Jury der Frankfurter Universität den Begriff „klimaneutral“, auf Platz drei „entartet“. Die Jury hatte die Begriffe aus knapp 1 800 Einsendungen ausgewählt.

„Das Wort diffamiert Eltern, insbesondere Frauen, die ihre Kinder zu Hause erziehen“, begründete Schlosser die Entscheidung für „Herdprämie“.

Unter den Vorschlägen waren nach Angaben des Gremiums neben Dieter Bohlens Äußerung über das „epileptische Singen“ eines Kandidaten in der Show „Deutschland sucht den Superstar“ auch einige Begriffe zur aktuellen politischen Diskussion über mehr Überwachung, darunter „Bundestrojaner“ und „Vorratsdatenspeicherung“.

Das Unwort des Jahres wird seit 1991 gewählt. 2006 hatten sich die Sprach-Experten für „Freiwillige Ausreise“ entschieden.

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