Kabale und Hiebe
Gerangel um Nahrung, Geld und Musik

Kabale ist ein altertümliches Wort für Streit und Intrige, das als „sich kabbeln“ Einzug in mehrere deutsche Dialekte gefunden hat. Das Spiel „Kabale und Hiebe“ hat denn auch nichts mit Friedrich Schillers Drama „Kabale und Liebe“ zu tun – vielmehr beschreibt der Titel sehr anschaulich, worum es geht: Streit, Streit und noch einmal Streit. Und das sogar recht handfest.

DÜSSELDORF. Wie aber sieht nun der spielerische Streit praktisch aus? Wir wetteifern um ausliegende Zielkarten verschiedener Wertigkeiten. Sie bezeichnen Errungenschaften aus Wissenschaft und Wirtschaft wie Ackerbau, Handel und Alchemie. Diese Karten versuchen wir mit Hilfe unserer Verbündeten zu erobern. Dafür legen wir unter jeweils eine der Karten eine Person ab, die sich nun in unserem Auftrag um diese Karte bemüht.

Grundsätzlich gilt die einfache Regel: Wer die meisten Punkte unter der Karte liegen hat, macht das Spiel. Doch mit diesen Punkten hat es so seine Bewandtnis, denn viele Karten wandeln im Laufe des Spiels ihren Wert. Da ist zum Beispiel der kleine Riese, der mit jeder weiteren Karte wertvoller wird, während der Eremit bei großem Andrang an Wert verliert. Da ist der Prinz, der gemeinsam mit dem Knappen jeden Streit gewinnt. Und da ist Romeo, der gemeinsam mit Julia seinen Wert gleich verdreifacht (und der übrigens auch nichts mit Schiller zu schaffen hat).

Da ist aber auch der Sturm, der den Kampf um eine Spalte sofort beendet, da sind aber auch die Musketiere, die Sonderfunktionen wieder aufheben. Fünfundzwanzig solcher Charaktere hat jeder Spieler zur Verfügung, die meisten haben besondere Eigenschaften.

Doch immer nur drei Karten hat ein Spieler auf der Hand, aus denen er je einen Verbündeten wählen kann. Das macht das Spiel abwechslungsreicher, aber auch etwas schwieriger. Sechs Runden spielen wir, sechs Kämpfe um die verschiedenen Zielkarten. Wer die meisten Punkte erringt, trägt den Sieg davon.

In unserer ersten Testrunde hat sich die erste Runde des Spiels so lange hingezogen, dass wir schon abbrechen wollten. Wie sich anschließend herausstellte, war dies ein seltener Sonderfall, der danach nie wieder eingetreten ist. Stattdessen ist „Kabale und Hiebe“ eher ein schnelles und kurzweiliges Spiel, das kaum Längen zeigt.

Und es gehört zu der Sorte Spiele, die mit jeder Runde besser werden. Dann lernen wir unsere Verbündeten besser kennen und können sie noch zielgerechter einsetzen. Kabale und Hiebe jedenfalls ist bei uns nach der ersten ermüdenden Runde noch mehrfach zum Einsatz gekommen.

Kabale und Hiebe
Hans im Glück
2 – 6 Spieler ab 8 Jahren
ca. 30 min
ca. 18 Euro.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%