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"Kack' die Wand an!": Joey Heindle ist der neue Dschungelkönig

Der australische Dschungel hat einen Überraschungskönig: Joey Heindle ist der Gewinner der RTL-Trashsendung "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" und darf sich nun Dschungelkönig nennen.

Darf sich jetzt Dschungelkönig nennen: Der DSDS-Teilnehmer Joey Heindle.
Darf sich jetzt Dschungelkönig nennen: Der DSDS-Teilnehmer Joey Heindle.

BerlinDer 19-Jährige Joey Heindle gewann am Samstagabend die Zuschauerabstimmung vor dem vorher hoch als Favorit gehandelten Travestiekünstler Olivia Jones. Dritte wurde die Schauspielerin Claudelle Deckert.

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Heindle löst Vorjahressiegerin Brigitte Nielsen ab. Er feierte seinen Sieg in seinem bekannten Jargon: "Dschungelkönig, kack die Wand an!", sagte der wohl einem Großteil der Deutschen bislang unbekannte junge Mann. Er hatte im vergangenen Jahr an der RTL-Castingsendung "Deutschland sucht den Superstar" teilgenommen und dabei einige Fans gewonnen. Nach seinem Sieg jetzt war Joey aufrecht fassungslos: "Was, Dschungelkönig? Nee! Oder doch? Wow", versuchte er allein im Camp im Selbstgespräch seinen Erfolg zu verarbeiten.

Die Fakten zu DSDS

  • Staffel 1

    Platz 1: Alexander Klaws Platz 2: Juliette Schoppmann Platz 3: Daniel Küblböck

    Juroren: Dieter Bohlen, Shona Fraser, Thomas Bug, Thomas M. Stein

    Fernsehzuschauer (Finalshow): 12,8 Millionen

  • Staffel 2

    Platz 1: Elli Erl Platz 2: Denise Tillmanns Platz 3: Philippe Bühler

    Juroren: Dieter Bohlen, Shona Fraser, Thomas Bug, Thomas M. Stein

    Fernsehzuschauer (Finalshow): 5,33 Millionen

  • Staffel 3

    Platz 1: Tobias Regner Platz 2: Mike Leon Grosch Platz 3: Vanessa Jean Dedmon

    Juroren: Dieter Bohlen, Sylvia Kollek, Heinz Henn

    Fernsehzuschauer (Finalshow): 7,04 Millionen

  • Staffel 4

    Platz 1: Mark Medlock Platz 2: Martin Stosch Platz 3: Lisa Bund

    Juroren: Dieter Bohlen, Anja Lukaseder, Heinz Henn

    Fernsehzuschauer (Finalshow): 5,99 Millionen

  • Staffel 5

    Platz 1: Thomas Godoj Platz 2: Fady Maalouf Platz 3: Linda Teodosiu

    Juroren: Dieter Bohlen, Anja Lukaseder, Andreas Läsker

    Fernsehzuschauer (Finalshow): 5,57 Millionen

  • Staffel 6

    Platz 1: Daniel Schuhmacher Platz 2: Sarah Kreuz Platz 3: Annemarie Eilfeld

    Juroren: Dieter Bohlen, Nina Eichinger und Max von Thun (beide verließen nach Differenzen mit Dieter Bohlen die Sendung bereits nach der ersten Folge und wurden durch Sylvie van der Vaart und Volker Neumüller ersetzt)

    Fernsehzuschauer (Finalshow): 6,1 Millionen

  • Staffel 7

    Platz 1: Mehrzad Marashi Platz 2: Menowin Fröhlich Platz 3: Manuel Hoffmann

    Juroren: Dieter Bohlen, Sylvie van der Vaart, Volker Neumüller

    Fernsehzuschauer (Finalshow): 6,51 Millionen

  • Staffel 8

    Platz 1: Pietro Lombardi Platz 2: Sarah Engels Platz 3: Ardian Bujupi

    Juroren: Dieter Bohlen, Fernanda Brandao, Patrick Nuo

    Fernsehzuschauer (Finalshow): 6,3 Millionen

  • Staffel 9

    Platz 1: Luca Hänni Platz 2: Daniele Negroni Platz 3: Jesse Ritch

    Juroren: Dieter Bohlen, Natalie Horler, Bruce Darnell

    Fernsehzuschauer (Finalshow): 4,71 Millionen

Auch das Finale des Dschungelcamps wurde dem Ruf der Sendung als Ekel-TV mehr als gerecht. Claudelle musste in Wassertanks steigen, in die Wasser mit Tieren wie Schlammkrabben und Flusskrebse eingeleitet wurde und musste dabei nach Sternen suchen. Olivia musste in einen engen Tunnel steigen und dort in einem Bad aus Kakerlaken, Mehlwürmern und Spinnen ihre Sterne holen. Zuvor musste Joey ein Ekelmenü verzehren, darunter Kamelfuß, ein gammeliges Entenei und als Getränk Sperma vom Buschschwein - nach zwei Wochen Dschungelcamp meisterten die Kandidaten die Prüfungen mehr oder minder ungerührt.

So funktioniert das deutsche Casting-Wunder

  • Die Geschichte

    Die Leuchttürme der meist privaten Sender sind „Das Supertalent“, „Deutschland sucht den Superstar“ (beides RTL), „Germany’s Next Top Model“ (Pro7). Am Anfang, etwa zur Jahrtausendwende, als das Format von den USA nach Deutschland kam, begann es mit „Popstars“ (erst RTLII, dann Pro7). Mehr als 20 Formate sind in den vergangenen Jahren allein in Deutschland über die Bildschirme geflimmert.

  • Die Sender

    Castingshows bleiben das Steckenpferd der Privaten, obwohl auch die öffentlich-rechtlichen Sender versuchten, auf der Castingwelle mitzureiten. Shows wie „Musical Show Star“ oder „Die Stimme“ (beides ZDF) hatten nur mit mäßigem Erfolg. Fortsetzungen gab es nicht.

  • Skurrile Ableger

    Dieser Boom treibt auch skurrile Blüten: Sogar der Sparten-Kanal Sport1 castet mithlfe von Ex-Big-Brother-Kandidaten, wenn auch weitgehend unbeachtet, inzwischen mit der  der pornografisch angehauchten Show „Deutschland sucht das Sexy Sport Clips Model".

  • Zukunft der Shows

    Ein Ende ist nicht in Sicht, die Sender produzieren munter Sendung um Sendung und die Zuschauer schalten ein. Daran ändert auch nicht, dass sich einige Castingshows ein „seriöseres“ Umgehen mit den Talenten auf die Fahnen geschrieben haben, wie etwa „X-Factor“ (Vox) oder das neue „The Voice of Germany“ (Pro7/Sat1). Wettkampf, Sieger, Verlierer – das Schema funktioniert weiterhin.

  • Was verdienen die Ex-Kandidaten?

    Wie viel Geld die Sieger im Anschluss an die Show verdienen, ist unterschiedlich und hängt im Wesentlichen davon hab, ob die „Talente“ bei den Bohlen-Sendungen den Chefjuror für sich erwärmen konnten oder anderweitig Verträge abschließen können. Mundharmonika-Spieler Michael Hirte, der das Supertalent 2008 wurde, holte etwa fünffach Platin, musste von den Einnahmen allerdings gegen seinen Willen auch seinem Manager abgeben, wie das Kölner Gericht befand. Allein aus seinen Einnahmen im ersten Erfolgsjahr musste er seinen Manager zu 25 Prozent beteiligen: 88.000 Euro.

In all dem Ekelumfeld sorgte RTL am Ende aber doch für einen romantischen Moment. Der Sender ließ die 18-jährige Freundin von Joey einfliegen und überraschte damit den frisch gekrönten Dschungelkönig. "Das ist das schönste Geschenk", freute sich Joey und verriet den Zuschauern, dass nur ein Brief seiner Freundin ihn am vorzeitigen Aufhören gehindert habe. "Ich liebe dich über alles für immer, weißt du was, du bist meine Dschungelkönigin", sagte er zu seiner Freundin und holte sie zu sich auf den Thron.

DSDS-Gewinner Einmal Superstar und zurück

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Nach dem Tod von Moderator Dirk Bach mit 51 Jahren Anfang Oktober moderierte die nun zu Ende gegangene siebte Staffel erstmals Daniel Hartwich an der Seite von Sonja Zietlow. Am Zuschauerinteresse änderte der Tod Bachs nichts: Die 16 Folgen guckten bis zu annähernd acht Millionen Menschen pro Sendung. In der für die Werbung relevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen näherte sich die Einschaltquote wiederholt fünfzig Prozent an. Noch erfolgreicher war vor dem Finale am Samstagabend nur die Anfang 2011 ausgestrahlte fünfte Staffel mit dem Sieger Peer Kusmagk.

RTL hatte das erste Mal vor neun Jahren mehr oder weniger bekannte Prominente in ein Camp im australischen Busch geschickt. Nachdem das Format zu Beginn noch wegen Menschenfeindlichkeit von viel Kritik begleitet wurde, etablierte es sich längst als Massenerfolg. Deshalb ist damit zu rechnen, dass RTL sich schon bald wieder auf die Suche nach neuen B-, C-, und D-Prominenten macht, die in einem Jahr freiwillig ins Dschungelcamp gehen.

  • 28.01.2013, 10:27 UhrOckhams_Rasiermesser

    Peinlich, peinlich... Ihre Rechtschreibung.

  • 28.01.2013, 07:57 UhrPetersnr1

    peinlich, peinlich....dass im handelsblatt über solch eine sendung geschrieben wird.

  • 27.01.2013, 20:20 Uhrevent2l

    Eine menschenverachtende und geistig unter jeglichem Warnradar fliegende Brachial-Ekel-Sendung, hat aus dem telefonischen Massenmitleid der nichtdenkenden trivialen Einschaltquotensofacommunity heraus, endlich die ihr - mehr als würdige - traurige Medienmajestät gekrönt! Egal ob feinstgeröstete Skorpionshäppchen, sanft gegarter Kamelpenis, diverse andere als Nahrung deklarierte Tierabfalldelikatessen, sprudelnde Teilnehmerbrechorgien oder auch wirklich gefährliche Wildtiere etc. - 14 Tage Flaches, Menschenverachtendes und Thumbes in trauter Verbindung mit superweit unter die Gürtellinie gehenden süffisanten Kommentaren des Moderatorenunpaares Ziedlow & Hartwich, haben endlich ein Ende. Eine illustres Gebräu aus öffentlichem Masochismus der Teilnehmer, versteckt-offenem Sadismus der Macher und millionenfachem Voyeurismus der Zuschauer, kannte dabei kaum geschmackliche Grenzen. Darauf ein Gläschen Schweinesperma! Prost "König" Joey Heindle! PS: Du weißt bloß noch nicht, dass Du schon lange vor Deinem Sieg eigentlich schon wieder verloren hattest... Genauso wie Dein Publikum!

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